Regenbogenschule setzt auf Papiersparen und Recyclingpapier

Rund 250 kg Papier verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Das ist zu viel, fanden die Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule. Eine Woche lang haben sie deshalb ihren Kopierer „in den Urlaub geschickt“, um festzustellen wie es ist, ohne Arbeitsblätter zu lernen. „Wir haben allein durch diese Aktion viele Blätter Papier eingespart“, erklärte Marianne Ackermann, Lehrerin an der Regenbogenschule.  

Im Rahmen des städtischen Projekts „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ will die Schule Lehrer und Schüler motivieren, Ressourcen einzusparen. Bereits zum dritten Mal hat die Einrichtung auf den Kopierer verzichtet. In diesem Jahr sogar ein Woche lang. „Es wurde auch nicht vorkopiert, denn die Schülerinnen und Schüler hatten die Anweisung kopierte Arbeitsblätter zurückzuweisen“, erklärte Ackermann.

Nicht nur den Schülern auch den Lehrern machte die symbolische Aktion fürs Papiersparen Spaß: „Anstatt in den Pausen vor dem Kopierer Schlange zu stehen, genossen die Lehrerinnen und Lehrer ihre Zeit im Lehrerzimmer um auszuruhen oder sich zu unterhalten“, erklärte Marianne Ackermann. Als Alternative zum kopierten Arbeitsblatt nutzten die Kollegen im Unterricht die Tafel oder das Buch.

Wie wichtig das Papiersparen ist: Deutschland importiert ca. 80 Prozent seines Zellstoffes für die Papierindustrie. Das ist in Sachen Natur ein riesiges Problem. Denn die Hauptlieferanten dafür sind Schweden, Finnland, Brasilien, Kanada, Spanien und Portugal. Auch aus den Urwäldern Russlands gelangen Faserstoffe zu uns. Nicht alles stammt aus zertifizierten Papierplantagen und wird wieder aufgeforstet. Die Regenwaldstiftung OroVerde schätzt, dass nach wie vor rund 20 Prozent der Holzfasern aus Urwäldern stammen und unkontrolliert und unwiederbringlich entnommen werden.

Deutschland ist Recyclingweltmeister in Sachen Papier
Papier kann bis zu 6 Mal recycelt werden. Erst dann sind die Papierfasern so kurz, dass sie nicht mehr verwendet werden können. Aus dem recycelten Papier lässt sich hervorragend neues Papier herstellen. Das 100 Prozent recycelte Papier ist in Deutschland für jeden Bürger leicht zu erkennen, denn es ist mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet. So kann jeder allein mit dem Kauf seines Papieres leicht die Wälder dieser Erde schützen.

Marianne Ackermann bestellt beim Memo-Verlag, ein Versandhandel für Recycling- Bürobedarf die recycelten Schulheft klassenweise. „Der Verlag liefert kostengünstig und unkompliziert“, so Marianne Ackermann. Bezahlt werde das Material vom Förderverein, in den die Eltern zu Beginn des Schuljahrs einzahlen. „Das ist eine win-win Situation“, sagt die Lehrerin. „Denn die Eltern haben nicht die Arbeit ständig neue Hefte zu kaufen und ich brauche den Kindern nicht hinterherzulaufen, wenn ihre alten Hefte voll sind“. Das könne unter Umständen bis zu drei Wochen dauern, bis die Kinder bzw. Eltern reagieren.

In Schulen werden nach Angaben von Recycling-Initiativen pro Jahr bis zu 200 Millionen Schulhefte benutzt, davon sind schätzungsweise nur fünf bis zehn Prozent aus recyceltem Papier. Also gibt es da noch sehr viel Potential.

Bestellung von umweltfreundlichen Unterrichtsheften z.B. unter: www.memo.de.

Jeder Tropfen zählt. Wassertag an der GGS Hans-Christian-Andersen

 
Am 9. Mai stand der Schultag an der Hans-Christian-Andersen Schule in Hitdorf im Zeichen des Wassers. Das E-Team der Schule hatte mit Plakaten und Lautsprecherdurchsagen und Klassenbesuchen auf den Tag aufmerksam gemacht. Die Idee entstand, weil schon des Öfteren laufende Wasserhähne an der Schule entdeckt wurden. Um dieser Wasserverschwendung entgegenzuwirken, planten die Energiesprecher über einen Zeitraum von ca. 10 Wochen diesen Aktionstag.



Neben Infos über unseren täglichen Wasserverbrauch sollten Quizfragen die Schülerinnen und Schüler anregen über die wichtige Ressource nachzudenken. Über den Schullautsprecher schallten bereits in der 1. Stunde des Aktionstages drei Aufgaben:
1. Schätze wie viel Wasser im Laufe eines Tages aus dem Schlauch tropft!
2. Sage den Energiesprecherteams in der ersten Hofpause drei Wasserspartipps und du erhältst als Belohnung Gummibärchen!
3. Achte in der Schule und Zuhause auf einen bewussten Umgang mit unserem Wasser!

Hausmeister Herr Intven stellte die Wassermenge, die aus dem Schlauch tropfte so ein, dass im Laufe von 24 Stunden ca. 30 l Wasser ins Aquarium tropfte. "Ich fand es interessant zu sehen, wie viel Wasser verschwendet wird, wenn der Wasserhahn tropft," stellt Annika aus der 3b erstaunt fest. Einige Schülerinnen und Schüler kontrollierten daraufhin alle Toiletten und Klassenräume. "Erstaunlich war auch, dass an dem ganzen Tag fast kein Wasserhahn tropfte!"  erklärte Philip aus der 4a. Natürlich wurde dieses Wasser nicht entsorgt, sondern noch zum Blumen gießen verwendet. Während des ganzen Tages fanden sich immer wieder viele Beobachter mit kreativen Schätzideen und Rechnungen vor dem Aquarium zusammen.

In der 1. Pause war dann auf dem Schulhof ein ganz anderes Treiben als sonst vorzufinden. Die gesamte Schülerschaft verteilte sich in Trauben um die mit Lichtschutzwesten versehenen Energiesprecher und bombardierten diese mit Wasser-Spar-Tipps, um dann mit Gummibärchen belohnt zu werden. Manch findiger Schüler stellte sich gleich mehrfach an. Für die vielen durchdachten und kreativen Lösungen der Schätzaufgabe erhielt jeder Schüler ein Wassereis. Die Aktion hat den Kindern gut gefallen. Schätzaufgaben inklusive Belohnung sind gut angekommen und das Ziel der Aktion wurde erreicht:  "Durch den Wasser-Tag hat man gelernt, Wasser zu sparen!" (Philip, 4a).

Eine goldene Zeitschaltuhr für die fleißigsten Klimaschützer

28 städtische Schulen und 9 Kindertagesstätten haben sich im vergangenen Schuljahr am städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ beteiligt. Zum fünften Mal zeichneten die Kooperationspartner Stadtverwaltung und Förderverein NaturGut Ophoven die Einrichtungen aus, die sich am fleißigsten für den Klimaschutz eingesetzt und Kosten gespart haben. Dazu gehört nicht nur das Energiesparen, sondern auch das Mülltrennen und -vermeiden. Denn auch damit können Kosten und CO2 eingespart werden.

Oberbürgermeister Uwe Richrath überreichte am Mittwochmorgen in der Astrid-Lindgren-Schule die „vergoldeten“ Zeitschaltuhren an die drei Sieger. Den ersten Platz belegte die GGS Astrid-Lindgren aus Mathildenhof. Die Schülerinnen und Schüler waren besonders fleißig das Klima zu schützen. Bei einem Klimafrühstück achteten sie darauf, dass möglichst alle Nahrungsmittel aus der Region stammten und möglichst wenig Müll produziert wurde. In einer Temperaturmesswoche schafften sie die Voraussetzung, um die Heizung richtig einzustellen und eine Müllanalyse zeigte, wo besser getrennt und welcher Müll vermieden werden konnte. In Folge tauschten sie einen großen, grauen Restmüllcontainer (1100 Liter) gegen einen Kleinen (770 Liter).

Eine weitere goldene Zeitschaltuhr erhielt die Hans-Christian-Andersen Schule aus Hitdorf. Auch sie sammelte fleißig Aktionspunkte beim Energiesparen und tauschte einen großen gegen einen kleinen Restmüllcontainer aus. Die Gesamtschule Schlebusch reduzierte sogar eine große Restmülltonne, was der Stadt jährlich 2860 Euro einspart.

„Klima- und Ressourcenschutz wird immer wichtiger für uns. Ich bin froh, dass Leverkusen mit dem Energie- und Müllsparprojekt „energieLux“ dafür sorgt, dass bereits an Schulen und Kindergärten das Thema aufgegriffen und praktisch umgesetzt wird“, so Oberbürgermeister Richrath. „Ich freue mich über das große Engagement der Kinder, die den Klimaschutz ernst nehmen und sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen.“

Im Juni 2012 wurde das Energiesparprojekt eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen wird eine Prämie vergeben. Die drei Einrichtungen, die besonders viele Aktionen zum Klimaschutz und Mülltrennen und -vermeiden durchgeführt haben, erhalten neben ihrer energieLux-Prämie noch 500 Euro extra.

„Die teilnehmenden Schulen und Kindergärten haben im Durchschnitt 1 Prozent beim Stromverbrauch und der Heizenergie eingespart. Das ist ein tolles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Kinder bereits seit fünf Jahren dabei sind, so viel Energie und Ressourcen zu sparen wie möglich. Irgendwann haben wir die Obergrenze erreicht“, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven, dann gelte es, das Niveau zu halten. Das Umweltzentrum koordiniert das Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch.

In den nächsten Monaten will das energieLux-Projekt verstärkt das Thema „Wasser“ angehen. Denn die Verbräuche steigen stetig, so Norbert Plaga, von der Gebäudewirtschaft Leverkusen. Woran das genau liegt, sollen die Energiesprecher gemeinsam mit dem Hausmeister der Schulen herausfinden und Gegenmaßnahmen überlegen. In allen Klassen werden bspw. Energiesprecher gewählt und geschult. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird, und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf und während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigt.

Über fünf Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus, Schulen, Kindergärten und die Verwaltungsgebäude mit Strom zu versorgen und zu heizen. „Mit Aktionen und Schulungen wollen wir Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieher für das Thema Energiesparen sensibilisieren und ihnen zeigen, wie sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können“, so Britta Demmer.

30.000 Klimameilen für Klimakonferenz kommen aus Leverkusen

In Leverkusen waren wieder kleine Klimaschützer unterwegs: Von April bis November wurden in 7 Kindergärten und 10 Schulen grüne Klimameilen gesammelt: Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt wurde, zählt symbolisch für eine grüne Meile. Die Leverkusener Kinder wurden am Dienstagmorgen von Marc Kretkowski, Geschäftsführer der wupsi für genau 30.000 Klimameilen geehrt. “Mobil sein ist sehr wichtig in unserem Leben, aber es muss nicht immer per Auto sein.“ Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aber mit dem öffentlichen Nahverkehr sei man viel klimafreundlicher unterwegs, so Kretkowski.

Zusammen mit den grünen Meilen aus anderen europäischen Städten werden die Leverkusener Meilen sowie die Wünsche und Forderungen der Kinder auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Bonn (6. -19.11.2017) an die Politiker überreicht. Es ist ein Zeichen dafür, dass auch die Kleinsten sich schon aktiv für das Klima und ihre Zukunft einsetzen. „Nach den erfolgreichen Verhandlungen von Paris vor zwei Jahren geht es dieses Jahr vor allem darum das neue Klimaabkommen zu konkretisieren und die Umsetzung einzuleiten. Damit die Klimapolitiker dies auch nicht vergessen, wollen wir sie mit den Grünen Meilen der Kinder nochmals deutlich daran erinnern“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Alle Einrichtungen nehmen seit vier Jahren am städtischen Projekt „energieLux- Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teil, das vom NaturGut  koordiniert wird. „Die Kinder werden immer sensibler und möchten sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen. Die Waldschule, die Thomas-Morus-Schule, die Astrid-Lindgren-Schule, die Kerschensteinerschule, die GGS Opladen, die KGS In der Wasserkuhl, die KGS Im Kirchfeld, die Hans-Christian-Andersen-Schule, GGS Erich-Klausener, KGS Don Bosco, Regenbogenschule, GGS Im Kirchfeld und die Kitas Nicolaus-Groß-Straße, Werner Heisenberg, Reuschenbergerstraße, Oulustraße, Dhünnstraße 12c, Elbestraße und Hans-Schlehan-Straße haben fleißig Klimameilen gesammelt. Die wupsi unterstützt die Aktion und lädt die Klimasprecher der Schulen zu einem „Blick hinter die Kulissen“ bei der wupsi ein.

Hintergrund:
Seit 2002 sammeln Kindergarten- und Schulkinder in aller Welt grüne Meilen für das Weltklima, 9 europäische Länder nehmen in diesem Jahr an der Klimameilen-Aktion teil. Leverkusen ist in diesem Jahr das neunte Mal dabei. Weitere Infos: www.kindermeilen.de 
 

Klimakonferenz in Leverkusen

Am Mittwoch drehte sich im Rathaus alles um das „Klima“ aus Anlass der Welt-Klimakonferenz in Bonn (6.-19.11.2017). 81 Schülerinnen und Schüler der Realschule am Stadtpark, des Landrat-Lucas-Gymnasiums und des Lise-Meitner-Gymnasiums erarbeiten im Rahmen eines Planspiels wie CO2 und andere Treibhausgase im Bereich Mobilität, Wirtschaft und Verwaltung in Leverkusen reduziert werden können.

Sie schlüpften in die Rolle verschiedener politischer Fraktionen, die den Leverkusener Ratsfraktionen recht verwandt waren und nahmen den Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz unter die Lupe, den der Leverkusener Rat im Sommer verabschiedet hatte. Unterteilt in Fraktionen erarbeiteten sie zunächst Änderungsvorschläge und suchten Verbündete in anderen Parteien. „Es ist gar nicht so einfach Koalitionen zu finden“, meinte die 16jährige Alida aus dem Landrat-Lucas-Gymnasium. „Es war cool zu sehen, dass man kooperieren muss, wenn man eine Sache durchbringen will.“ Denn am Ende wurde in einer fiktiven Ratssitzung, an der auch Oberbürgermeister Uwe Richrath teilnahm, über den neuen Maßnahmenkatalog abgestimmt.

Demokratische Entscheidungen beruhen auf Mehrheiten und die sind nicht ganz einfach zu bekommen. Diese Erfahrung machte auch Fredrik aus der Realschule am Stadtpark. Er gehörte der Fraktion der Sozialen Demokraten an. Ein Antrag für den er eingetreten war, kam im Plenum nicht durch. „Wir haben beantragt, den Öffentlichen Nahverkehr auszubauen und die Tarife zu reduzieren, damit mehr Leverkusener Bürger den ÖPNV nutzen“. Außerdem forderten sie, dass die Busse und Bahnen elektrifiziert und ausschließlich mit Erneuerbarer Energie betrieben werden. Das war den anderen Fraktionen zu teuer. Mit 36 Ja-Stimmen, 24 Nein-Stimmen und 20 Enthaltungen wurde der Antrag abgelehnt.

Oberbürgermeister Uwe Richrath hatte gerne die Räumlichkeiten für das Planspiel zu Verfügung gestellt. „Ich finde es wichtig, dass junge Menschen politische Entscheidungsstrukturen kennenlernen und sich einmischen, denn es geht ja schließlich um eure Zukunft“, sagte er den Teilnehmern. Gespannt sei er auf die Ergebnisse des Klima-Planspiels. Sehr anschaulich erklärte er den interessierten Jugendlichen, dass Klimaschutz in der Stadt mit vielen anderen Aufgaben wie Wohnungsbau und Verkehrsinfrastruktur eng verwoben sei und man viele Zwänge und Interessen berücksichtigen muss.

Sonja Fasbender und Britta Demmer, Organisatorinnen des Planspiels, waren begeistert von dem Engagement der Schüler für das Thema Klimaschutz in Leverkusen und der Disziplin viereinhalb Stunden intensive Gespräche zu führen, zu beraten und abzustimmen.
Eine geplante Maßnahme, die die meiste Zustimmung erhielt war der Ausbau des Elektromobilität und des Carsharings mit dem Modellprojekt „E-Car-Sharing“. Aber nur unter der Voraussetzung, dass die Energie für die Betreibung der Ladeinfrastruktur aus Erneuerbaren Energien stammt. „Denn wir müssen ja von Kohle und Atom wegkommen um eine sicher Zukunft zu haben“, so der 15jährige Thobias aus der Realschule am Stadtpark.

Klimafrühstück an der Astrid-Lindgren-Schule

Ein bis zweimal im Jahr organisiert die Astrid-Lindgren-Schule in Mathildenhof ein Klimafrühstück für seine 190 Kinder. Über 40 Kilo Obst und Gemüse aus der Region sowie Haferflocken und Milch hat der naheliegende Lebensmittelhändler der Grundschule gespendet. Vier Mütter und Väter haben in wenigen Minuten Karotten, Gurken, Äpfel und Erdbeeren gewaschen, kleingeschnitten und appetitlich auf Metalltabletts drapiert. Um 8.30 Uhr steht das Buffet im Foyer bereit. Neben dem Ost und Gemüse warten Kräuterquark und -butter,  Brot und Zwieback auf die Kinder.


Klassenweise rücken die Schülerinnen und Schüler an mit Porzellanteller oder Holzbrettchen, denn es soll beim klimafreundlichen Frühstück auch kein Müll anfallen. Haferflocken und –fleks, sowie Milch schaffen die Kinder paketweise in die Klassen. Alles ist super koordiniert. „Gesunde und klimafreundliche Ernährung ist uns sehr wichtig, deshalb führen wir das Frühstück regelmäßig durch“, erklärt xy Kraus, Leiterin des Offenen Ganztags. Aber auch dem Kollegium und den Kindern macht die Aktion Spaß. Sie ist Abschluss einer Aktionswoche zum Thema Klimaschutz. Drei Tage lang haben die Kinder Klimameilen gesammelt und Punkte, wenn sie ein müllfreies Frühstück mit in die Schule gebracht haben.

energieLux stellt die klimafreundliche Schultasche in der Kita Sandstraße vor


In Leverkusen werden rund 1600 Kinder nach den Sommerferien eingeschult. Bereits jetzt halten Eltern und Vorschulkinder Ausschau nach Tornistern, Federmäppchen, Stiften, Heften und vieles mehr. Bunt und hipp muss es sein….aber bitte auch umweltfreundlich! Das NaturGut Ophoven hat im Rahmen des Projektes „energieLux- Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ einen kurzen Ratgeber zusammengestellt mit Tipps und hilfreichen Infos rund um den klimafreundlichen Schulstart.  



Hefte aus Altpapier herzustellen sei viel umweltfreundlicher als dafür den Rohstoff Holz zu verwenden. Deshalb solle man zum Schulstart darauf achten Material mit dem Blauen Engel zu kaufen, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Es ist kaum von dem Papier aus reinen Holzfasern zu unterscheiden: es ist reinweiß, kein Füller verläuft mehr und das Radieren geht völlig problemlos“. Auch Schnellhefter seien in umweltfreundlichem Recyclingpapier erhältlich.

Bei der Auswahl der Tornister gäbt es seit geraumer Zeit auch umweltfreundliche Alternativen. In Fachgeschäften werden Schulranzen aus 100 % recycelten PET-Flaschen angeboten. „Diese sehen genauso farbenfroh aus wie die konventionellen Schultaschen. Aber durch die Nutzung der PET-Flaschen wird die Umweltbelastung enorm verringert: Unsere natürlichen Ressourcen werden geschont und Plastikmüll findet eine neue Verwendung.“

Gesund und klimafreundlich
Nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gesund soll der Schulstart sein. In vielen Materialien stecken Gifte, so die Organisatorin des energieLux-Projektes. Manche Malstifte und Klebestifte enthalten Lösungsmittel. Das ist schädlich für die Gesundheit. Aber es gibt Alternativen, wie nachfüllbare Stifte auf Wasserbasis. Viele Buntstifte sind außerdem mit Lack überzogen. „Da Kinder häufig beim Nachdenken auf dem Stift herumbeißen, sollte man diese meiden und Buntstifte ohne Lackschicht kaufen“, so Demmer.

Ein weiterer Tipp gilt dem Schulweg: Auch hier kann man zum Klimaschutz beitragen. Die Schülerinnen und Schüler sollten möglichst zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule gebracht werden. „Das Kind sammelt so in Begleitung nicht nur Erfahrungen im Straßenverkehr, sondern kann sich durch die Bewegung an der frischen Luft auch besser im Unterricht konzentrieren“, so Britta Demmer. Gemeinsam leisten Eltern und Kinder damit auch einen Beitrag für die Umwelt und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Den Flyer erhalten interessierte Kitas und Eltern beim NaturGut Ophoven: britta.demmer@naturgut-ophoven.de.

Hintergrund: energieLux -  Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
In Schulen und Kindergärten wird seit vier Jahren bereits erfolgreich das Klimaschutzprojekt „energieLux – Energiesparen in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ umgesetzt. 28 Schulen und 9 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt teil. Im vergangenen Jahr konnten durch energieeffizientes Verhalten und bauliche Maßnahmen über vier Mio. Kilowattstunden Heizenergie und Strom eingespart werden. Weitere Informationen unter www.energieLux.de

Schüler der GGS Dönhoffstraße machen Stadtverwaltung fit in Sachen Klimaschutz

„Mehrmals am Tag soll man lüften!“, rät die zehnjährige Energieexpertin Zarlashte den Verwaltungsangestellten im Elberfelderhaus in der Hauptstraße in Wiesdorf. Die Erfahrung habe sie auch in ihrem Klassenraum gemacht. Dort müsse man alle halbe Stunde Stoßlüften. „Das ist wichtig, damit man sich besser konzentrieren kann“.

Zarlashte ist Energiesprecherin in der GGS Dönhofstraße wie ihre 7 Mitschüler die ihr Wissen an die Angestellten der Stadtverwaltung weitergeben. Im Rahmen des städtischen Projektes „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ werden seit vier Jahren in fast allen Schulen Energiesprecher gewählt und ausgebildet. Bei ihrem Besuch im Elberfelder Haus am Mittwochmorgen informierten die kleinen Klimaschützer über das richtige Lüften und Heizen und wie die Mitarbeiter am klimafreundlichsten zur Arbeit kommen.

Der 9-jährige Osman empfiehlt mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto zu fahren. Man könne Schleichwege nutzen und sei so schneller am Ziel. „Außerdem ist das viel billiger und umweltfreundlicher“, sagt er voller Überzeugung. Zehn weitere wichtige Klimaschutztipps für das Büro und den Weg zur Arbeit haben die acht Kinder der GGS Dönhoffstraße im Gepäck.

Nach ihrem kurzen Vortrag verteilten die Energieexperten Poster mit den Energiespartipps für die Büroflure und kleine Aufkleber für die Fenster, auf denen an das richtige Heizen und Lüften erinnert wird. „Mit einfachen Maßnahmen und ein bisschen Achtsamkeit könne viel Energie gespart und damit die Umwelt entlastet werden, sagt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Noch weitere energieLux-Besuche in der Verwaltung stehen an: In zwei Monaten werden die kleinen Klimaschützer Ideen zum Thema Müllvermeidung und Recycling sowie Stromsparen im Büro mitbringen. Im neuen Schuljahr sollen dann auch die anderen Verwaltungsgebäude in Leverkusen besucht werden.  

Heizung aus, Pulli an. Dicker–Pulli Tag an elf Leverkusener Schulen

„Es war so warm unter den Decken“, stöhnte die neunjährige Josefine. Sie hatte sich mit ihren beiden Klassenkameraden, Lennard (10) und Kaan (10) für das Klimaspiel gemeldet. Auf dem Boden kauernd, legte ihnen Jaqueline Langer vom NaturGut Ophoven eine graue Decke nach der anderen über. Für jede Energieverschwendung, die die Mitschülerinnen und Mitschüler nannten eine. „Diese Decken symbolisieren das CO2, das wir beim Energieverschwenden verursachen“, so die Umweltpädagogin.

Das Team des Umweltbildungszentrums besuchte jede Klasse der GGS Waldschule, um mit den Kindern über den Zusammenhang von Energiesparen und Klimaschutz zu sprechen. Anlass war der „Dicke Pulli-Tag“, den die Schule am Freitag durchführte. Hausmeisterin Irina Rein hatte die Heizung abgesenkt. Dennoch schien kein Kind zu frieren. „Wir haben ja alle Jacken und Pullover an“, erklärte Lennard. Der Pullovertag fand im Rahmen des Projektes „energieLux – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ statt.

„So wie euch unter den CO2-Decken beginnt auch die Erde unter den Klimagasen zu schwitzen“, erklärte die Umweltpädagogin den Kindern. Für jeden Tipp um das Klima zu schützen, entfernte sie wieder eine Lage. Das war schnell geschehen: die Schülerinnen und Schüler hatten viele Ideen wie sie im Alltag Energie sparen können.  

„Wir wollen mit der Aktion die Schülerinnen und Schüler für einen aktiven Klimaschutz sensibilisieren und ihnen zeigen, dass Energiesparen bei ihnen selbst anfängt“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Der „Dicke-Pulli-Tag“ veranschauliche ihnen bewusst, dass sie durch ihr Mittun Dinge verändern können. „Die Kinder lernen, dass wir viel Energie sparen können, wenn wir uns witterungsentsprechend anziehen und im Winter nicht im T-Shirt zur Schule kommen“, so die Projektleiterin. Zehn weitere Leverkusener Grundschulen haben in diesem Jahr am Dicken Pulli-Tag teilgenommen.

Energiesparen hilft aber nicht nur dem Klima. Experten haben errechnet, dass sich der Energieverbrauch in jeder Einrichtung bereits durch die Absenkung von einem Grad Celsius um sechs Prozent reduziert. Über fünf Millionen Euro gibt die Stadt Leverkusen jährlich dafür aus, die öffentlichen Gebäude wie Schulen, Kindergärten und die Verwaltung mit Strom zu versorgen und zu heizen.  

energieLux: Vierte Prämienausschüttung an Schulen und Kindergärten

Energiesparen lernt Leverkusens Nachwuchs spielerisch: 28 städtische Schulen und 9 Kindertagesstätten haben sich im vergangenen Schuljahr am städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ beteiligt. Zum vierten Mal zeichneten die Kooperationspartner Stadtverwaltung und Förderverein NaturGut Ophoven die Einrichtungen aus, die sich am fleißigsten für den Klimaschutz eingesetzt und Kosten gespart haben. Dazu gehört nicht nur das Energiesparen, sondern seit vergangenem Jahr auch das Mülltrennen und -vermeiden. Denn auch damit können Kosten und CO2 eingespart werden.

Oberbürgermeister Uwe Richrath überreichte am Montagmorgen in der Gezelin-Schule kleine „vergoldete“ Mülltonnen an die vier Sieger. Den ersten Platz belegte die Gezelin-Schule aus Schlebusch, die es schaffte, ihren Müll so gut zu trennen und zu reduzieren, dass ein grauer Restmüllcontainer abgeschafft und dafür ein blauer Wertstoffcontainer angeschafft werden konnte. Damit spart die Stadt rund 2850 Euro Müllgebühren im Jahr. Die zweite goldene Tonne erhielt die Waldschule aus Schlebusch. Auch sie feilte an ihrem Müllsystem und engagierte sich mit vielen Aktionen am Klimaschutz. Den dritten Platz teilten sich die Astrid-Lindgren Schule aus Steinbüchel und die Realschule am Stadtpark aus Wiesdorf.

„Klima- und Ressourcenschutz wird immer wichtiger für uns. Ich bin froh, dass Leverkusen mit dem Energie- und Müllsparprojekt „energieLux“ dafür sorgt, dass bereits an Schulen und Kindergärten das Thema aufgegriffen und praktisch umgesetzt wird“, so Oberbürgermeister Richrath. „Ich freue mich über das große Engagement der Kinder, die den Klimaschutz ernst nehmen und sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen.“

Im Juni 2012 wurde das Energiesparprojekt eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen wird eine Prämie vergeben. Die vier Einrichtungen, die besonders viele Aktionen zum Klimaschutz und Mülltrennen und –vermeiden durchgeführt haben, teilen sich zusätzlich zu ihrer energieLux-Prämie noch 1500 Euro extra.

„Die teilnehmenden Schulen und Kindergärten haben im Durchschnitt 3,4 Prozent Heizenergie eingespart und sind beim Stromverbrauch relativ konstant im Vergleich zum Vorjahr geblieben. „ Das ist ein tolles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Kinder bereits seit vier Jahren dabei sind, so viel Energie und Ressourcen zu sparen wie möglich. Irgendwann haben wir die Obergrenze erreicht“, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven, dann gelte es, das Niveau zu halten. Das Umweltzentrum koordiniert das Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch.

In den vergangenen Jahren sind viele Einrichtungen saniert worden, so Norbert Plaga, von der Gebäudewirtschaft Leverkusen. Auch darüber sind viele Einsparungen erreicht worden.  „Aber eine gedämmte Gebäudehülle oder neue Fenster und Türen nützten nichts, wenn  letztere im Winter offen stehen.“ Sanierungen und ein sensibles Nutzerverhalten gehen Hand in Hand, so der Ingenieur.

Über fünf Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus, Schulen, Kindergärten und die Verwaltungsgebäude mit Strom zu versorgen und zu heizen. „Mit Aktionen und Schulungen wollen wir Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieher für das Thema Energiesparen sensibilisieren und ihnen zeigen, wie sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können“, so Britta Demmer. Seit vergangenem Jahr werde auch das Thema Müll bearbeitet.

In allen Klassen werden bspw. Energiesprecher gewählt und geschult. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf und während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigt.

Im vergangenen Jahr wurde das energieLux-Projekt auch auf die Stadtverwaltung ausgedehnt. Ausgebildete energieLux-Schülerinnen und Schüler zeigten den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Goethestraße wie in ihren Büros Strom und Heizenergie gespart werden kann.    

Multimedia-Show: Klimaschutz - Was geht uns das an?

Zum Abschluss der Projektwoche "Klimawandel" an der Gesamtschule Schlebusch präsentierte das EnergieLux-Team des NaturGuts Ophoven  eine  Multimedia Show für alle Klassenstufen.

1500 Schülerinnen und Schülern wurde anhand von Bildern, Grafiken und kurzen Filmausschnitten gezeigt, was die Ursachen für den Klimawandel sind, wie weit die CO2-Konzentration in unserer Atmosphäre bereits fortgeschritten ist und mit welchen Folgen wir rechnen müssen. In 45 Minuten konnten die Themen nur grob angerissen werden. Der Zusammenhang zwischen unserer ressourcenverschlingenden Lebensweise und dem Fortschreiten der Erderwärumung wurde aber deutlich. Zum Schluss erhielten die Schülerinnen und Schüler Tipps wie sie mit einfachen Mittel in der Schule dazu beitragen können, Energie und Ressourcen zu sparen.

Klimafreundlicher Pausensnack an der Realschule am Stadtpark

Die Realschule am Stadtpark hat zum zweiten Mal ein Veggisnack Frühstück gestartet für die Klassen 5-7 und 8-10. Es war wieder ein großer Erfolg. Auf Plakaten haben sie auf den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und dem Klimaschutz hingewiesen.


In der 1. großen Pause gab es für alle Schülerinnen und Schüler leckere vegetarische Pausensnacks. Das EnergieLux-Team hat alles selbst mitgeschnibbelt, geschmiert und gebacken. Schülertrauben sammelten sich vor den Ständen des Energielux- Teams und griffen zu. Es dauerte nicht lange und alles, was die Gruppe am Morgen vorbereitet hatte, war gegessen. Es war superlecker!

Die nächste Aktion wird an unserem Elternsprechtag stattfinden. Hier werden wir versuchen, Unsere Eltern mit ins Boot zu holen.

Klamottentauschbörse an der Realschule am Stadtpark

"Gib und nimm!" "Donez y prenez!" war das Motto der Swappingparty an der Realschule am Stadtpark. Das energieLux-Team aus der 6c organisierte am Montag den 4. Juli eine Kleidertauschbörse für die Klassen 5 - 7.

Der Mädchenclub möchte die Ressourcen unserer Erde schonen. "Kleidung ist ein zentrales Gut unserer Gesellschaft und weggeworfen wird oft zu schnell, auch wenn es sich um hochwertige Kleidung handelt", so energieLux-Lehrerin Imke Priegnitz. Mit einem Punktesystem wurden die Kleidungsstücke getauscht. Wer etwas mitbrachte, konnte sich auch etwas nehmen. Außerdem gabe es eine Kleinigkeit zu essen und Musik. Es soll nicht die letzte Tauschbörse gewesen sein.

Schüler der GGS Opladen machen Stadtverwaltung fit in Sachen Klimaschutz

„Mal richtig abschalten!“, rät die achtjährige Energieexpertin Ezra den Verwaltungsangestellten in der Goethestraße. Damit meint sie aber nicht die Köpfe der Mitarbeiter, sondern deren Drucker, Monitore und Computer nach Feierabend. Denn die verbrauchen oftmals weiter Strom, obwohl der Ausknopf gedrückt wurde, so die junge Energieexpertin.



Im Rahmen des städtischen Projektes energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten werden Kinder zu Energieexperten ausgebildet. Jetzt sollen Ezra und ihre Mitschüler ihr Wissen auch an die Verwaltungsmitarbeiter weitergeben. Beim ersten Besuch im Januar informierten die kleinen Klimaschützer bereits über das richtige Lüften und Heizen. Am Donnerstagmorgen gaben sie ihr Wissen über Stromsparen weiter.

Ezras Mitschülerin Lena empfiehlt nach Büroschluss den Stecker zu ziehen oder die Steckerleiste auszuschalten, um die heimlichen Stromfresser zu stoppen. Fünf weitere wichtige Energiespartipps fürs Büro wie auf Bildschirmschoner verzichten, da sie viel Strom verbrauchen und den Kaffee in der Thermoskanne warmhalten, anstatt auf der Heizplatte der Kaffeemaschine haben die 10 Schüler der GGS Opladen im Gepäck.

Oberbürgermeister Uwe Richrath, der an der Schulung teilnahm, dankte den kleinen Experten und wendete sich an die Mitarbeiter. „Energiesparen entlastet nicht nur den Haushalt der Stadt Leverkusen, sondern schont zudem noch Ressourcen und das Klima“. Allerdings lassen sich nachhaltige und wirksame Einsparungen nur erzielen, wenn möglichst viele Kolleginnen und Kollegen dieses Ziel unterstützen“, betonte Richrath.

Nach ihrem kurzen Vortrag verteilten die Energieexperten Poster mit den Energiespartipps für die Büroflure und kleine rote Aufkleber auf denen in Gelb zu lesen ist „Drück mich, wenn du gehst!“ oder „Strom aus! Kein Stand-by“. In Deutschland summiere sich der Stromverbrauch allein durch Stand-by und andere Leerlaufformen von elektrischen Geräten auf etwa 14 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Das ist etwa so viel wie Berlin im Jahr an Strom verbraucht“.

Der unnütze Stromverbrauch verursache nicht nur jährliche Kosten in Höhe von etwa 2,4 Milliarden Euro, erklärte die Koordinatorin des energieLux-Projektes, „durch das „Schein-aus“ der Geräte werden jedes Jahr unnötige acht Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen und schaden dem Klima.“ Mit einfache Maßnahmen und ein bisschen Achtsamkeit könne viel Energie gespart und damit die Umwelt entlastet werden.

Noch weitere energieLux-Besuche in der Verwaltung stehen an: In zwei Monaten werden die kleinen Klimaschützer Ideen zum Thema Müllvermeidung und Recycling mitbringen und nach den Sommerferien versuchen, die Mitarbeiter zu motivieren, klimafreundlich zur Arbeit zu kommen. Im neuen Schuljahr sollen dann auch die anderen Verwaltungsgebäude in Leverkusen besucht werden.  

Regenbogenschule: Energiesprecher sperren Kopierer

Die E-Teams der Regenbogenschule schickten ihren Kopierer in den Urlaub: Vom 26.-28. April fanden die „Kopierfreien Tage“ statt. Diese Aktion hatten sich die Energiesprecher der Klassen 2-4 im Rahmen des energieLux-Projektes überlegt. Mit dieser Aktion wollten sie auf den sparsamen Umgang mit den Ressourcen Energie und Papier aufmerksam machen. Sie beklebten den Kopierer mit Absperrband und brachten einen Zettel mit der Aufschrift „Kopieren verboten – sonst gibt’s was auf die Pfoten“ an.



Für die Lehrerinnen und Lehrer bedeutete das, dass sie an diesen Tagen weder Arbeitsblätter kopieren, noch welche verteilen durften. Es konnte also nicht „vorkopiert“ werden, denn die Schülerinnen und Schüler hatten das Recht, die Annahme von Kopien zu „verweigern“.
Verwendet werden durften aber Arbeitshefte, Bücher, Schreib- und Rechenhefte und Papier aus den Schmierpapierkisten. Für die Schüler bedeutete das hin und wieder ein bisschen Mehrarbeit. Da wo sonst gern Arbeitsblätter ausgeteilt werden, wurden Arbeitsblätter kurzerhand selbst gemacht oder es wurde mal öfter von der guten, alten Tafel abgeschrieben. Begleitet wurde die Aktion von einem „Papier-Quiz“, das die Energiesprecher in den Klassen durchführten. Dabei kamen spannende Informationen über Papier ans Licht, z. B. dass allein in Deutschland jährlich 20 Millionen Tonnen davon verbraucht werden, was einer LKW-Schlange mit Papier von Leverkusen bis nach China entspricht.
Auch im Lehrerkollegium kam die Aktion sehr gut an: Anstatt die Pausen am Kopierer zu verbringen, saß man mal wieder in Ruhe bei einem Kaffee zusammen oder entwickelte für den Unterricht neue Ideen ganz ohne Papier. Die Schule wirll die Aktion regelmäßig wiederholen.

Bäume für den Klimaschutz

„Bäume sind wichtig, weil sie unsere Luft sauber machen“, weiß Niko aus der 4c und schippt mit einem Spaten die Erde in das Pflanzloch. Sie machen aus Kohlenstoffdioxid Sauerstoff, erklärt er weiter, und das sei gut fürs Klima. Vier Meter ist der Feldahorn groß, den er am Mittwochmorgen mit seinen 20 Schulkameraden auf den Schulhof der Grundschule Kerschensteinerstraße pflanzt. „Der Feldahorn leiste aber auch einen wichtigen ökologischen Beitrag zur Artenvielfalt: Er ist Nahrungspflanze für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge und bietet Schutz und Nistgelegenheit für viele Vogelarten“, erklärt Lehrer Philip Leitner.  Er sei außerdem Baum des Jahres 2015, weil er eine hohe klimatische Anpassungsfähigkeit hat und deshalb sehr interessant ist in Zeiten des Klimawandels.



Einen Baum pflanzen als Zeichen für den Klimaschutz, das ist das Motto der Kerschensteiner Schülerinnen und Schüler. Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln halfen den Kindern beim fachgerechten Einsetzen des Baums. Neben der Pflanzaktion säten die Jungen und Mädchen außerdem Sonnenblumen in Töpfe. Sie sollen auf der Fensterbank groß gezogen und später auf dem Schulhof ausgepflanzt werden. „Die Aktion haben wir über die energieLux-Prämie finanziert, die die Schule am Ende vergangenen Jahres erhalten hatte“, erklärte Philip Leitner. Seit vier Jahren nimmt die Schule gemeinsam mit 28 weiteren Schulen und neun Kindergärten an dem städtischen Projekt energieLux – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten teil.

„Im Herbst und Winter geht es bei dem Projekt überhauptsächlich darum, Energie zu sparen, also richtig zu lüften und zu heizen und mit Strom sorgsam umzugehen“, erklärt die Koordinatorin des Projektes Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Im vergangenen Winter waren die Schulen und Kindergärten sehr erfolgreich. Sie haben über vier Millionen Kilowattstunden Heizenergie und Strom eingespart. Im Frühling und Sommer organisieren die sogenannten E-Teams der teilnehmenden Einrichtungen Aktionen zum Klimaschutz im Bereich Mobilität, Konsum, Ernährung und Ökologie. Das NaturGut Ophoven bildet jeweils eine Gruppe von Lehrern, Pädagogen und Kindern aus, die ihre Kenntnisse dann in die Einrichtungen weitergeben.

Klimasnack an der Realschule am Stadtpark

"Weniger Fleisch ist besser: Für Dich, für die Tiere und fürs Klima." Das war das Motto einer Aktion der Realschule Am Stadtpark. Vor Weihnachten hat das E-Team der Schule auf Postern, in Klassenbesuchen und während eines vegetarischen Pausensnacks auf ein Weihnachtsfest mit weniger Fleisch aufmerksam gemacht.

 

Die Aktion ist bei Schülern und Lehrern gut angekommen. 80 Prozent des Kollegiums hat sich bei der anschließenden Weihnachtsfeier ein vegetarisches Gericht bestellt. Eine coole Aktion.

Ein goldenes Thermometer für den Sieger

26 städtische Schulen und 15 Kindertagesstätten haben sich im vergangenen Schuljahr am städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ beteiligt. Zum dritten Mal zeichneten die Kooperationspartner Stadtverwaltung und NaturGut Ophoven die Einrichtungen aus, die sich am fleißigsten für den Klimaschutz eingesetzt und Kosten gespart haben.



Oberbürgermeister Uwe Richrath überreichte am Dienstagmorgen in der Montanus Realschule „vergoldete“ Thermometer an die drei Sieger. Den ersten Platz belegte die Kerschensteiner Schule in Küppersteg, den zweiten die Montanus Realschule aus Steinbüchel und den dritten die Waldschule aus Schlebusch. „In Paris werden zurzeit die Spielregeln für die internationale Klimapolitik abgesteckt. Hier in Leverkusen handeln wir bereits ganz konkret“, so Oberbürgermeister Richrath. „Ich freue mich über das große Engagement der Kinder, die den Klimaschutz ernst nehmen und sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen.“

Im Juni 2012 wurde das Energiesparprojekt eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen wird eine Prämie vergeben. Die drei Einrichtungen, die besonders viele Aktionen zum Klimaschutz durchgeführt haben, erhalten zusätzlich zu ihrer energieLux-Prämie noch 500 Euro extra.

„Die teilnehmenden Schulen haben diesmal im Durchschnitt 16,3 Prozent [Vorjahr 12,6 Prozent] und die Kindergärten 8,9 Prozent [Vorjahr 9,2 Prozent] Energie im Vergleich zu den Referenzjahren 2009-2011 eingespart. Das sind zusammen über vier Mio. Kilowattstunden. Genug um 134 Vierpersonen-Haushalte im Einfamilienhaus mit Strom und Heizenergie zu versorgen“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Das Umweltzentrum koordiniert das Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch.

Die hohen Energieeinsparungen seien allerdings nicht allein auf ein verändertes Nutzerverhalten zurückzuführen, erklärte Norbert Plaga von der Leverkusener Gebäudewirtschaft, sondern auch auf die Anstrengungen der städtischen Gebäudewirtschaft, die die Einrichtungen so energieeffizient wie möglich umbaut. „Allerdings würden diese Verbesserungen nicht zum Tragen kommen, wenn nicht auch das Nutzerverhalten optimiert würde“, so der Ingenieur.

Einige der Einrichtungen haben auch mehr Energie verbraucht als im Mittel der drei vorangegangenen Referenzjahre. „Jetzt  müssen wir untersuchen, woran das liegt. Neben dem Nutzerverhalten können auch Umbauarbeiten oder die Nutzung zusätzlicher Räumlichkeiten im Rahmen der OGS oder Mensaversorgung die Ursache sein“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Über fünf Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus, Schulen, Kindergärten und die Verwaltungsgebäude mit Strom zu versorgen und zu heizen. „Mit Aktionen und Schulungen wollen wir Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieher für das Thema Energiesparen sensibilisieren und ihnen zeigen wie sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können“, so Britta Demmer.

In allen Klassen werden bspw. Energiesprecher gewählt und geschult. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf, und während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad nicht übersteigt.

Im nächsten Jahr soll das energieLux-Projekt auf die Verwaltungsgebäude ausgedehnt werden. Ausgebildete energieLux-Schülerinnen und Schüler werden den städtischen Mitarbeitern zeigen wie in ihren Büros Strom und Heizenergie gespart werden kann.    

Über 46.500 Klimameilen für Klimakonferenz kommen aus Leverkusen

In Leverkusen waren wieder kleine Klimaschützer unterwegs: Von April bis November wurden in zwölf Kindergärten und Schulen grüne Klimameilen gesammelt: Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt wurde, zählt symbolisch für eine grüne Meile.



Die Leverkusener Schülerinnen und Schüler wurden am Mittwochmorgen von wupsi-Vorstand Marc Kretkowski für ihre 46.565 gesammelten Meilen ausgezeichnet. “Mobil sein, ist sehr wichtig in unserem Leben, aber es muss nicht immer per Auto sein.“ Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder aber mit dem öffentlichen Nahverkehr sei man viel klimafreundlicher unterwegs, so Kretkowski.

Zusammen mit den grünen Meilen aus anderen europäischen Städten werden die Leverkusener Meilen sowie die Wünsche und Forderungen der Kinder auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz Ende November in Paris an die Politiker überreicht. Es ist ein Zeichen dafür, dass auch die Kleinsten sich schon aktiv für das Klima und ihre Zukunft einsetzen.

„In diesem Jahr haben die Leverkusener Kinder viermal so viele Meilen gesammelt wie im Vorjahr“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven erfreut. Alle Einrichtungen nehmen seit drei Jahren am städtischen Projekt „energieLux- Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teil, das vom NaturGut  koordiniert wird. „Die Kinder werden immer sensibler und möchten sich für eine lebenswerte Zukunft stark machen.“  

Seit 2002 sammeln Kindergarten- und Schulkinder in aller Welt grüne Meilen für das Weltklima, 140.000 Kinder in 13 Ländern nehmen in diesem Jahr an der Klimameilen-Aktion teil. Über 1,3 Mio. haben sie bereits gesammelt. Leverkusen ist in diesem Jahr das achte Mal dabei. Die Waldschule, die Thomas-Morus-Schule, die Astrid-Lindgren-Schule, die KGS Don Bosco, die Kerschensteinerschule, die GGS Opladen, die KGS In der Wasserkuhl, die KGS Im Kirchfeld, die Hans-Christian-Andersen-Schule und die Kitas Sandstraße, Borkumstraße und Oulustraße haben mitgemacht.


Schüler der der Astrid-Lindgren-Schule führten Experiment zum richtigen Lüften durch

Das geht gar nicht: Dicke Luft im Klassenraum. Mit 25 – 30 Kindern ist der Sauerstoff im Klassenzimmer schnell verbraucht, das hat ein Experiment der Astrid-Lindgren-Schule im Rahmen des energieLux-Projektes herausgefunden. Drei Tage lang haben zwei Schulklassen mit Hilfe von CO2-Messgeräten getestet, wann und wie lange richtig gelüftet werden muss.

„Studien in Dänemark und Bremen haben ergeben, dass eine hohe CO2-Konzentration die Lernfähigkeit der Kinder einschränkt, sie werden müde, unruhig und unkonzentriert”, erklärte Britta Demmer, Koordinatorin des Energiesparprojekts in Leverkusener Schulen und Kindergärten. Außerdem steige die Gefahr der Schimmelbildung, wenn zu wenig gelüftet wird, berichtet Norbert Plaga von der städtischen Gebäudewirtschaft. „Durch die energetische Sanierung sind immer mehr Gebäude betroffen, nicht nur Schulen auch Privathaushalte. Neue Gebäudehüllen und dichtere Fenster machen ein regelmäßiges Lüften unverzichtbar.”

Die CO2-Konzentration ist ein wichtiger Indikator für die Qualität der Luft im Raum insgesamt. Wo es viel CO2 gibt, werden auch besonders viele Keime gefunden. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Ansteckungsgefahr mit zunehmender CO2-Konzentration steigt. Der Chemiker Max von Pettenkofer legte bereits 1858 einen Grenzwert von 1000 ppm als akzeptable Obergrenze des CO2-Gehalts in der Atemluft fest, spätestens bei 1500 ppm sollte gelüftet werden. Werte zwischen 4000 und 5000 ppm seien im Winter aber keine Seltenheit in deutschen Klassenzimmern, so Britta Demmer.

Die Messungen in der Astrid-Lindgren Schule ergaben, dass der kritische Wert von 1500 ppm in der Klasse 3a bereits nach einer halben Stunde überschritten war und in der 4b nach 45 Minuten. „Das liegt daran, dass unterschiedlich viele Kinder in den Klassen sind”, berichtete energieLux-Lehrerin Sandra Scharff. Überrascht waren die Kinder schon, dass die Luft so schnell verbraucht ist. Etwas störend war das Piepsen des Messgerätes, wenn wieder die Fenster geöffnet werden mussten, berichtete die 9-jährige Paula. „Aber durch die viele frische Luft bin ich nicht müde geworden”.

Die Ergebnisse wollen die Kinder jetzt an alle anderen Klassen der Schule weitergeben und einen Tipp von Jonas aus der 4b dazu. „Spätestens in jeder kleinen Pause sollte gelüftet werden - fünf Minuten lang alle Fenster auf und auch die Türe”. Eine Kipplüftung komme nicht in Frage, sondern nur eine Stoß- oder Querlüftung, um möglichst schnell die Raumluft auszutauschen und keine Energie zu verschwenden.

Im Rahmen des energielux-Projektes ist der Leitfaden „Frische Luft für frisches Denken” entstanden. Schulen und Kindergärten können den Leitfaden für energieeffizientes Lüften unter www.energielux.de im Internet abrufen. Interessierte energieLux-Schulklassen haben die Möglichkeit ein CO2-Messgerät beim NaturGut Ophoven auszuleihen. Kontakt: meike.schoepf(at)naturgut-ophoven.de.

Einen Flyer zum richtigen Lüften könnnen Sie hier runterladen.

Das Brotdosenprojekt der Realschule am Stadtpark

Das Energielux-Team der Realschule am Stadtpark startete im Mai ein Brotdosenprojekt um Müll zu vermeiden. Die Schülerinnen und Schüler sollten ihre gute alte Brotdose "wiederentdecken".

Zwei Möglichkeiten gab es an der Aktion teilzunehmen und etwas zu gewinnen:

1. entweder die Kinder brachten von zu Hause eine leere Brotdose mit und ließen sich ihr Brötchen bei dem Schulkiosk McSchool in selbige legen (statt der Tüte...)
2. oder sie brachten ihr Pausenbrot in einer Brotdose von zuhause mit.

Im ersten Fall bekamen sie eine Stempelkarte und einen Stempel nach dem Kauf einer Backware.
Im zweiten Fall organisierten sie sich in einem sogenannten Brotdosenclub und bekamen ein Clubheft, in das sie täglich eintragen ließen, wer seine gefüllte Brotdose wieder dabei hatte. Nach zehn Stempeln erhielt die Schülerin/der Schülerbekommt einen Gutschein für eine Gratis-Backware von Mc School. Bei gewissenhaftem Ausfüllen des Clubheftes gab es ebenfalls eine Belohnung für die Clubmitglieder.

Um die Aktion bekannt zu machen, startete Mitte Mai eine umfangreiche Werbekampagne. Zunächst wurden in der ganzen Schule witzige, kreative Plakate zum Thema Brotdose aufgehängt sowie ein Bilderrätsel (siehe Foto rechts). Dann ging das E-Team durch alle Klassen 5-8 und erklärte den Schülern und Schülerinnen, das Ziel der Aktion: Durch die Reaktivierung der Brotdose sollte Müll vermieden werden - für einen sauberen Schulhof und eine Umwelt mit weniger Plastikmüll. Zusätzlich führte das E-Team mit Unterstützung der Klasse 5c eine Flashmob-Pausenaktion durch und eine Durchsage aus dem Schullautsprecher erinnerte jeden Schüler an die Aktion. Im Anschluss daran setzten sich immer zwei bis drei Schüler des E-Teams vor den Schulkiosk um Fragen zu beantworten, neue Stempelkarten und Clubhefte zu verteilen oder abzustempeln.

Kurz vor den Zeugnissen wird es noch eine Durchsage geben, um die Schülerinnen und Schüler daran zu erinnern ihre Brotdosenclubhefte abzugegeben, so dass die Kinder, die ihre gefüllte Frühstücksbrotdose regelmäßig von Zuhause mitbringen im Rahmen der Zeugnisausgabe belohnt werden können.

Dicker-Pulli-Tag am Lise-Meitner-Gymnasium

Am Freitag, 6. Februar drehte das Lise-Meitner-Gymnasium die Heizung um 2 Grad herunter - nicht nur, um die Umwelt zu schonen. Die Aktion bringt der Schule auch Bares: „Von 20 auf 18 Grad bringt uns 12 % Energieeinsparung“, erklärte Arne aus der 8. Klasse. Organisatorin Manuela Hübl und ihr energielux-Team sind von der Aktion absolut überzeugt. 

EnergieLux ist ein Klimaschutz-Projekt der Stadt Leverkusen, das an Schulen und Kindergärten vom NaturGut Ophoven durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es Kinder und Jugendliche an das Thema Energie und Umwelt heranzuführen und durch Verhaltensänderung den Energieverbrauch zu senken. „Durch diese Aktion sensibilisieren wir die Schülerinnen und Schüler dafür, dass man mit etwas mehr Kleidung enorm Energie sparen“, erklärte die Lehrerin. Besonders diejenigen Lehrkräfte, die mit dem Fahrrad zur Schule kamen waren ganz dankbar; die konnten nämlich ihre langen Unterhosen und die Thermokleindung direkt anbehalten, so Hübl mit einem Augenzwinkern.

Zusammen mit ihrer Energieteamgruppe, bestehend aus Aylin und Nina aus der 6 sowie Arne aus der 8. Klasse, klärte sie die Schüler an einem Infostand in der großen Pause über das Energiesparen auf und schenkte dabei heißen Kakao aus. Damit der Energiespareffekt nicht verpufft, hat man in Absprache mit dem Hausmeister-Team den Freitag gewählt, dann kann die Heizung bis Montagfrüh im Energiesparmodus bleiben.

Klimarat tagt in der Waldschule

Seit November durchforsten 25 Schülerinnen und Schüler der Waldschule Tageszeitungen und sammeln alle Artikel zu Energiewende und Klimawandel. Aus diesen Informationen haben die Dritt- und Viertklässler bereits Lernplakate für ihre Mitschüler zusammengestellt. Was bedeutet Klimawandel? Was hat er für Folgen? Oder: Was können wir tun, um ihn zu stoppen? Diese Fragen werden von den Kindern in einfacher Sprache beantwortet.



Damit ist das Projekt, das vom RWE-Wettbewerb „Energie mit Köpfchen“ und dem Medienprojekt des Kölner Stadtanzeigers „Zisch“ unterstützt wird, aber noch längst nicht fertig: „Bald soll eine eigene Zeitung zum Thema Klimaschutz für andere Lerngruppen erstellt werden“, erklärte Frank Frohnert, Lehrer und Leiter des Projekts. Die Waldschule ist eine von 28 Schulen, die an dem Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teilnehmen.

Den Impuls für das Projekt gab der Bericht des Weltklimarates der Vereinen Nationen (IPCC).  „Die Ergebnisse sind alarmierend“, so Frank Frohnert, deshalb habe er sich entschieden mit seinen Schülern zum Thema Klimaschutz zu arbeiten. Die Tageszeitungen, die die Schüler für ihre tägliche “wissenschaftliche Recherche” nutzen, werden – ganz klimaschonend – recycelt. Aus ihrem Recherchematerial werden im Kunstunterricht Bilderrahmen und Schalen gebastelt.

Laut Weltklimarat (IPCC) müssen die vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen dringend sinken, um den Anstieg der globalen Erwärmung auf zwei Grad zum Ende dieses Jahrhunderts zu begrenzen und damit die Folgen für die kommenden Generationen beherrschbar zu machen. Ins Leben gerufen wurde der Weltklimarat vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Ihr Bericht ist Grundlage für die nächste große politische Klimakonferenz in Paris 2015.

energieLux: Zweite Prämienausschüttung an Leverkusener Schulen und Kitas

29 städtische Schulen und 15 Kindertagesstätten haben im vergangenen Schuljahr wieder viel Energie eingespart und damit auch Kosten für die Stadt. Die Einrichtungen machen bereits zum zweiten Mal beim städtischen Energiesparprojekt „energieLux- Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ mit, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird.



„Rund 800.000 kWh Strom und 2,3 Mio. kWh Heizenergie haben die energieLux-Schulen und Kindergärten weniger verbraucht als im Durchschnitt der Jahre 2009-2011“, erklärte Marc Adomat bei der Bekanntgabe der Ergebnisse am Montagmorgen. Damit könne man rund 200 Drei-Personen-Haushalte mit Strom und über 1000 Einfamilienhäuser mit Heizenergie versorgen, so der Leverkusener Schuldezernent.  

„Die teilnehmenden Schulen haben diesmal im Durchschnitt 12,6 Prozent [Vorjahr 9,9 Prozent] und die Kindergärten 9,2 Prozent [Vorjahr 8,8 Prozent Prozent] Energie eingespart. Das sind einige Prozente mehr als im Vorjahr“, freute sich Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Das Umweltzentrum koordiniert das Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch.

Im Juni 2012 wurde das Energiesparprojekt eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen werden Prämienpunkte vergeben. Besonders intensiv haben in diesem Jahr die Realschule am Stadtpark, die GGS Kerschensteinerstraße und die KiTa Pregelstraße das Thema Energiesparen und Klimaschutz in ihren Schul- und Kindergartenalltag eingebunden. Sie erhalten zu ihrer Prämie noch 500 Euro extra.

Die hohen Energieeinsparungen seien allerdings nicht allein auf ein verändertes Nutzerverhalten zurückzuführen, erklärte Maria Kümmel, von der Leverkusener Gebäudewirtschaft, sondern auch auf die Anstrengungen der städtischen Gebäudewirtschaft, die die Einrichtungen so energieeffizient wie möglich umbauen. „Allerdings würden diese Verbesserungen nicht zum Tragen kommen, wenn nicht auch das Nutzerverhalten optimiert wird“, so die Fachbereichsleiterin. „Wir hoffen, dass diese Bildungsmaßnahme dazu beiträgt, langfristig Energie einzusparen und damit die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen.“

Fünf Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus, Schulen und Kindergärten mit Strom zu versorgen und zu heizen. „Mit Aktionen und Schulungen wollen wir Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieher für das Thema Energiesparen sensibilisieren und ihnen zeigen, wie sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können“, so Britta Demmer, Projektleiterin vom NaturGut Ophoven.

Einige der Einrichtungen haben auch mehr Energie verbraucht als im Mittel der drei vorangegangenen Referenzjahre. „Jetzt müssen wir untersuchen, woran das liegt. Neben dem Nutzerverhalten können auch Umbauarbeiten oder neue installierte Heizstrahler die Ursache sein“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

In allen Klassen werden bspw. Energiesprecher gewählt und geschult. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf, und in einer Temperaturmessewoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad nicht übersteigt.

E-Team der Landrat-Lucas-Schule pflanzt Apfelbäume

Über 600 Pfandflaschen hat das EnergieLux-Team des Landrat-Lucas-Gymnasiums im vergangenen Frühjahr innerhalb von fünf Wochen auf dem Schulhof gesammelt und das Plastik in Geld verwandelt. Von den Pfandeinnahmen haben die Schüler und Schülerinnen mit Hilfe des Naturschutzbunds Leverkusen und Dr. Ulrich Gartzke, einem ehemaligen Schüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums, zwei Apfelbäume auf den Schulhof gepflanzt.

„Die Baumpflanzung ist ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz, aber ein wichtiger, weil er ein Zeichen ist, dass jeder etwas tun kann,“ erklärt Tjorven, 16 Jahre aus der Q1 und Mitglied des energieLux-Teams. Sie möchte später beruflich im Bereich Erneuerbaren Energie arbeiten um mitzuhelfen, den Klimawandel zu verlangsamen. Zurzeit misst das energieLux-Team der Schule die Temperaturen in den Klassenräumen, um die Heizungen mit Hilfe des Hausmeisters optimal einstellen zu können.

Klimafrühstück an der GGS Morsbroicherstraße

Erdbeeren aus Schlebusch oder Äpfel aus Chile? Brötchen vom Bäcker oder aus der Tiefkühltruhe? Was hat unser Frühstück mit dem Klima zu tun? Der siebenjährige Theo aus der Grundschule Morsbroicher Straße kennt die Antwort: „Viele Früchte kommen mit dem Flugzeug oder dem LKW hierher und das ist nicht gut für die Umwelt.“


Mit einem gemeinsamen Klimafrühstück auf dem Schulhof machten die Schülerinnen und Schüler der GGS Morsbroicher Straße am Donnerstag darauf aufmerksam, welche Auswirkungen unser Einkaufsverhalten auf das Klima hat. Die GGS Morsbroicher Straße gehört zu den 28 Schulen, die an dem Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teilnehmen. „Während es im Winter darum geht weniger Strom und Heizenergie im Schulgebäude zu verbrauchen, greifen die Schulen im Sommer andere Themen wie Mobilität, Konsumverhalten oder Ernährung auf, um sie auf ihre Klimafreundlichkeit hin zu untersuchen“, erklärte Britta Demmer, vom NaturGut Ophoven. Sie leitet seit zwei Jahren das städtische Projekt.

Das Frühstücksbüffet unter einem Vordach des Schulgebäudes quillt über vor Kirschen, Himbeeren, kleingeschnittenen Kohlrabi oder Brötchen mit selbstgemachter Marmelade.
„Die Zutaten für ihr Frühstück haben die Klassen aus der Region gekauft, zum Beispiel beim örtlichen Bäcker, der seine Brötchen noch selber backt oder beim Bauernhof in der Nähe“, erklärte Claudia Dick, energieLux-Lehrerin der Schule und Koordinatorin der Aktion. Theo und sein Schulkamerad Julius aus der 1b haben gemeinsam mit ihrer Lehrerin Gurken und Erdbeeren auf dem Biomarkt in Schlebusch gekauft. “Wir haben gefragt, ob die auch garantiert aus Deutschland sind“, ergänzte Julius aus der 1b.

Auf einer Picknickdecke lassen sich die Kinder ihr regionales Frühstück schmecken. „Viele Schüler tragen das Thema auch nach Hause,“ schmunzelte Claudia Dick. Sie und ihre Kollegen haben zur Vorbereitung des Aktionstages bereits im Unterricht über Ernährung und Klimaschutz gesprochen. „Die Eltern melden mir, dass ihre Kinder jetzt genau darauf achten, was im Einkaufswagen landet. Weintrauben aus Südafrika gehen gar nicht.“

Die GGS Morsbroicher Straße ist besonders aktiv in ihren Klimaschutz- und Energiesparbemühungen. Im vergangenen Jahr hat die Schule 27 Prozent weniger Energie verbraucht als im Durchschnitt dreier Referenzjahre. „Dies ist nicht nur durch Renovierungsmaßnahmen, sondern vor allem durch ein verändertes Nutzerverhalten zustande gekommen“, so Claudia Dick. „Es wird sehr darauf geachtet, dass richtig gelüftet wird und keine Fenster im Winter auf Kipp stehen.“ Klimaschutz müsse keinen Verzicht bedeuten, sondern nur einen bewussten Umgang mit unseren Ressourcen.     

Realschule am Stadtpark startet Müllprojekt

Aus über 50 blauen Mülleimern hat das energieLux-Team der Realschule am Stadtpark am Donnerstag eine zwei Meter große Pyramide auf dem Schulhof aufgebaut. Beklebt sind die Tonnen mit dem dreieckigen Recycling-Symbol. „Das Recyceln von Wertstoffen wie Papier ist wichtig für den Klimaschutz. Je mehr wir recyceln desto weniger Bäume müssen abgeholzt werden“, erklärte der 12jährige Florian bei der Vorstellung ihres Projekts am Donnerstag Morgen. Sieben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer Eberhart Ritter und Imke Prignitz sind bereits seit einer Woche dabei mit Plakaten, einem Flashmop, einem Müllquiz  und Klassenbesuchen auf ihr Müllprojekt aufmerksam zu machen.

„Im europäischen Vergleich sind die Deutschen Meister im Mülltrennen. In Leverkusens Schulen klappt das allerdings bisher nicht so gut,“ erklärte Britta Demmer, Leiterin des energieLux Projektes – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten. In vielen Einrichtungen bestehe über die Hälfte des Abfalls im grauen Restmüll-Container aus wertvollem Papier. Das gehöre aber in die blaue Tonne und könne recycelt werden, so die Koordinatorin. Warum das in manchen Schulen nicht gut funktioniere, habe verschiedene Gründe. „Einige Schulen haben keine getrennten Sammelsysteme, in anderen fehlt die Motivation der Schüler oder aber die Reinigungskräfte werfen aus Zeitmangel alles in die Restmülltonne“, so Demmer.

Das sei nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für den städtischen Haushalt, so die Mitarbeiterin des NaturGuts Ophoven. „Die Entsorgung einer Restmülltonne kostet zwanzigmal so viel wie die Entsorgung der gleichen Menge Papier und Pappe“.  Über 350.000 Euro gebe die Stadt Leverkusen jedes Jahr für die Müllentsorgung von 29 energieLux-Schulen aus, so Britta Demmer. „Das energieLux-Team der Schule habe sich deshalb überlegt, wie das Recycling von Wertstoffen verbessert werden kann,“ erklärte Eberhard Ritter.

Jede Klasse der Realschule am Stadtpark erhält nach der Infowoche eine blaue Tonne für den Papierabfall. Finanziert wurde die Anschaffung durch die energieLux-Prämie, die die Schule im vergangenen Jahr erwirtschaftet hat. Mit den Reinigungskräften wurde abgesprochen, dass der blaue Eimer von den Schülern geleert wird. „Wir werden das auch kontrollieren“, so Ritter.  „Ziel ist es, von den sechseinhalb Restmüll-Container, die die Schule zurzeit füllt, mindestens eine Tonne einzusparen oder gegen eine blaue Tonne auszutauschen“, so der Lehrer. Das wären für die Stadt rund 3000 Euro bzw. 2850 Euro  Ersparnis.

„Die Klassen 7-10 reagieren total positiv, die wollen alle mitmachen. Die kleineren müssen wir allerdings noch überzeugen“, berichtete die 13jährige Romina von ihren Klassenbesuchen. Sie sei auf das Ergebnis sehr gespannt. Auch andere energieLux-Schulen wie die Montanus Realschule, die Erich-Klausener Schule, das Landrat-Lucas-Gymnasium  oder die Kückelhausschule gestalten Papierkörbe neu, hängen Poster auf und ziehen durch die Klassen, um ihre Mitschüler zu informieren wie wichtig das richtige Recyceln für die Umwelt ist, erklärt die energieLux Projektleiterin. „Ich bin mir sicher, dass wir am Ende des Jahres einige Restmülltonnen einsparen können.

energieLux-Projekt
29 Schulen und 15 Kindertagesstätten machen zurzeit bei dem städtischen energieLux-Projekt mit, das vom NaturGut Ophoven organisiert wird. „Ziel dieses Projekts ist es, Kinder und Jugendliche an das Thema Klimaschutz heranzuführen und durch Verhaltensänderung den Energie- und Ressourcenverbrauch in den Einrichtungen zu senken“, erklärte Britta Demmer, Koordinatorin des Projektes.  Im vergangenen Jahr haben die Schulen und Kindergärten rund 10 Prozent weniger Energie verbraucht als in vergleichbaren Referenzjahren.

E-Teams verordnen Mülldiät

Müllvermeidung  und -trennung sind wichtige Maßnahmen um unser Klima zu schützen. Abfalltrennung und Recycling vermindert den Rohstoffverbrauch und damit die Treibhausgasemissionen. Viele Schulen in Leverkusen wollen sich dem Thema an ihrer Schule annehmen. Das freut uns sehr, denn je mehr Wertstoffe wie Papier, Alu, Handys recycelt werden können, desto besser ist das für die Umwelt. Außerdem kann der städtische Haushalt damit erheblich entlastet werden. Zurzeit  zahlt die Stadt über 350.000 Euro an Abfallkosten allein für 28 energieLux-Schulen. Ein Wertstoff-Container (1100l, blau) kostet jährlich 150 Euro Gebühren, ein Restmüll-Container (1100l, grau) 3015 Euro.  Die EWG-Kostentabelle gibt Auskunft über die Höhe der jährlichen Müllkosten an den Leverkusener energieLux-Schulen.

 

Um die Restmüllmengen zu reduzieren und mehr Wertstoffe wie Papier und Pappe zu recyceln, bitten wir die E-Teams ihr Müllvorkommen zu untersuchen. Ein Arbeitsblatt soll dabei helfen.

Anschließend sollen Ergebnisse analysiert und mögliche Verbesserungen überlegt werden. Wir helfen gerne bei der Planung und Umsetzung von Aktionstagen und Maßnehmen, um den Müll zu vermeiden und besser zu trennen.

Kontakt: britta.demmer[at]naturgut-ophoven.de; bert.gigas[at]naturgut-ophoven.de.

Für Ihre eigene Müllkontrollaktion gibt es hier die Erfassungsbögen zum Download!

Erfassungsbogen der Abfallcontainer an der Schule (Worddokument zum Anpassen)

Erfassungsbogen der Abfalltrennung innerhalb der Schule (Worddokument zum Anpassen)

Sie trennen richtig und doch landet alees im Restmüll?

Falls Sie feststellen, dass das Reinigungspersonal bereits getrennt gesammelte Abfälle und Wertstoffe nicht ordnungsgemäß entsorgt, melden Sie dies bitte dem städtischen Mitarbeiter Jörg Hermann (0214/ 406-6571), joerg.hermann(at)stadt.leverkusen.de .

 

E-Team Fortbildung 2014

Schulhofbegrünung, ein Tag der Mobilität oder ein Mülltrennungs-WEttbewerb? Zum zweiten Mal wurden die E-Teams im Rahmen des energieLux-Projektes geschult um Aktionen zum Klimaschutz an ihren Einrichtungen zu planen und durchzuführen. Denn auch im Frühling und Sommer, wenn die Heizperiode vorbei ist, soll das energieLux-Projekt nicht in Vergessenheit geraten. Durch eine Aktion im Bereich Mobilität, Konsum oder Ernährung wird das E-Team die Mitschüler und Lehrer an den Klimaschutz im Schulalltag erinnern. 

Projektplanung und die passende Werbung dazu waren Themen der Fortbildung. Besonders viele Schulen entschieden sich in diesem Jahr das Thema Müll zubearbeiten. Mülltrennung und Abfallvermeidung sind nicht nur wichtig für den Klimaschutz, sie sparen der Stadt auch enorme Kosten. Ein 1100 Liter großer Restmüll-Container kostet der Stadt über 3000 Euro jährlich, der gleichgroße blaue Papiermüll-Behälter nur rund 150 Euro. Mülltrennungs-Wettbewerbe an den Schulen sollen die Schüler animieren richtig zu trennen und Mülldienste einzuführen.

Schulhofbegrünung, regionales Klimafrühstück oder die Teilnahme am Veggietag waren weiter Themen, denen sich die E-Teams in den nächsten Wochen annehmen wollen.

Dicker-Pulli-Tag an Leverkusener Schulen

Die siebenjährige Luci hat sich heute Skiunterwäsche angezogen und einen dicken, braunen Pullunder über ihr pinkes T-Shirt. Denn in der Leverkusener Waldschule blieben heute die Heizkörper kalt. Nicht wegen eines technischen Defekts, sondern weil die Schule am Freitag einen Pullover-Tag veranstaltete. Der Projekttag wird im Rahmen des energieLux-Projektes an insgesamt acht Schulen durchgeführt. Damit niemand friert, sind alle dazu aufgefordert, in dicken Pullis zur Schule zu kommen.


„Wir wollen mit der Aktion die Schüler für einen aktiven Umweltschutz sensibilisieren und ihnen zeigen, dass Energiesparen bei ihnen selbst anfängt“, erklärte Britta Demmer, vom NaturGut Ophoven. Der „Dicke-Pulli-Tag“ veranschauliche ihnen bewusst, dass sie durch ihr Mittun Dinge verändern können. An einem Infostand erhielten die Schüler und Schülerinnen der Waldschule nicht nur weitere Tipps zum Energiesparen, sondern konnten ihren Pullover auch mit selbstgemachten Buttons und Perlenansteckern verschönern.

Experten haben errechnet, dass sich der Energieverbrauch bereits durch die Absenkung von einem Grad Celsius um sechs Prozent reduziert. Schulleiterin Angelika Schulz ist gespannt, wieviel Kilowattstunden die Schule an einem einzigen Tag ohne Heizung spart. „Groß ins Gewicht fallen, wird dieser eine Tag nicht, aber die Kinder lernen, dass wir viel Energie sparen könnten, wenn wir uns witterungsentsprechend anziehen und im Winter nicht im T-Shirt zur Schule kommen“. Fünf Millionen Euro gibt die Stadt Leverkusen jährlich dafür aus, Schulen und Kindergärten mit Strom zu versorgen und zu heizen.

In Belgien findet der „Dicke-Pulli-Tag“ bereits seit vielen Jahren statt. Sie wollen damit nicht nur ein Zeichen für den Klimaschutz setzen, sondern auch an das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls im Februar 2005 erinnern, das vorsieht, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß um durchschnittlich 5,2% zu reduzieren. Nach Ablauf der ersten Verpflichtungsphase 2012 sind die Verhandlungen der Staaten über weitere Reduktionsziele ins Stocken geraten.

energieLux: Erste Prämienausschüttung an Leverkusener Schulen und Kitas

Im Juni 2012 wurde mit „energieLux“ ein Energiesparprojekt für Leverkusener Schulen und Kindergärten eingeführt, das umweltpädagogische Aktivitäten genauso belohnt wie nachgewiesene Sparergebnisse. Für beide Anstrengungen wurden Prämienpunkte vergeben, die zusammen das Gesamtergebnis ausmachen. Besonders intensiv haben GGS Kerschensteinerstraße, die KiTa Werner-Heisenberg und die KiTa Pregelstraße, das Thema Energiesparen und Klimaschutz in ihren Schul- und Kindergartenalltag eingebunden. Sie erhalten zu ihrer Prämie (GGS Kerschensteinerstraße: 896,40 Euro, KiTa Werner-Heisenberg: 313,20 Euro, KiTa Pregelstraße: 378 Euro) noch 500 Euro extra. 10 Prozent der Summe gehen an die Hausmeister, die davon Arbeitsmaterialien kaufen sollen. Wie die Schulen das Geld verwenden, ist ihnen freigestellt.



Es wurden insgesamt 34.471 Euro an Prämien ausgeschüttet (ohne die drei Sonderprämien von jeweils 500 Euro). Pro Kind können die Einrichtungen maximal 4,5 Euro Prämie erreichen. Dazu müssen sie 60 Aktionspunkte erwirtschaftet haben, und ihr Energieverbrauch muss sich um mindestens acht Prozent gesenkt haben.

Mit 26 städtischen Schulen und 15 Kindertagesstätten machen bislang mehr als die Hälfte der Schulen und etwas mehr als ein Drittel der Kitas am energieLux-Projekt mit. 34 Einrichtungen haben eine Dokumentation abgegeben und nehmen an der Ausschüttung teil.

Das Projekt wird vom NaturGut Ophoven im Auftrag der Stadt Leverkusen durchgeführt. Die Auswertung des ersten Projektjahres ergab, dass die teilnehmenden Schulen im Durchschnitt 9,9 Prozent und die Kindergärten 8,8 Prozent Energie eingespart haben. Möglich war diese exakte Messung durch neue Messtechnik. Die Hausmeister der Schulen melden via Internet (ECOM –Energie Controlling Programme) monatlich die Verbrauchsdaten an die Gebäudewirtschaft.

Die Auswertung hat aber nicht nur sinkende Energieverbräuche offenbart. „Einige der Einrichtungen haben auch mehr Energie verbraucht als im Mittel der drei vorangegangenen Referenzjahre“, erklärte Britta Demmer Projektleiterin beim NaturGut Ophoven. „Jetzt müssen wir untersuchen, was die Ursache ist.“ Sie vermutet, dass es nicht am Nutzerverhalten, sondern an zunächst energieaufwändigen Umbauarbeiten oder neu installierten Heizstrahlern liege.

Fünf Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus, Schulen und Kindergärten mit Strom zu versorgen und zu heizen. „Mit Aktionen und Schulungen wollen wir Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Erzieher für das Thema Energiesparen sensibilisieren und ihnen zeigen wie sie in ihrem Alltag zum Klimaschutz beitragen können“, so Britta Demmer.

In allen Klassen wurden Energiesprecher gewählt und geschult. Sie achten darauf, dass richtig und effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet werden soll, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf, und in einer Temperaturmessewoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad nicht übersteigt.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und läuft noch bis März 2015.

„Grüner Tag” am Lise-Meitner-Gymnasium

 „Grün” hieß der Dress-Code für Schüler und Lehrer des Lise-Meitner-Gymnasiums am vergangenen Mittwoch. Anlass war der „Grüne Tag” mit vielen Infos und Aktionen zum Klimaschutz. „Außerdem soll Energie an der Schule gespart werden, deshalb brennt heute nur da Licht, wo es absolut nötig ist,” erklärte der 12jährige Simon, der als Mitglied des Energieteams den Klimatag mitorganisiert hat. Sechs Schüler, zwei Lehrerinnen und die Hausmeister des Gymnasiums haben im Rahmen des städtischen EnergieLux-Projektes die Aktion vorbereitet.



„Mit diesem Tag wollen wir den Schülern, wie auch den Lehren und Eltern zeigen, dass man auch mit kleinen Verhaltensänderungen dazu beitragen kann, das Klima zu schützen und Energiekosten zu sparen,” so Lehrerin Antje Scuffil. Das Team hatte außerdem das NaturGut Ophoven eingeladen, Schüler über Stromsparen zu informieren und ein Energiequiz vorbereitet, an dem jeder Schüler teilnehmen konnte. Unter den Gewinnern wurden zehn grüne Ritter-Sport Schokoladen verlost.

Im Vorfeld hatte das Energieteam außerdem Lehrer und Schüler aufgefordert am „Grünen Tag” klimafreundlich zur Schule kommen. „Die meisten haben mitgemacht”, freute sich Simon. „Wir haben die Autos auf dem Lehrerparkplatz gezählt, und es sind heute nur halb so viele wie gestern”. Diesen klemmten die Schüler allerdings die „rote Karte” unter die Windschutzscheibe. „Fast alle Schüler sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus gekommen,” ergänzte die elfjährige Cindy begeistert.

Soweit sie es bisher einschätzen könnten, sei der Tag ein großer Erfolg, so Lehrerin Cerstin Geldmacher, die gemeinsam mit Antje Scuffil das Energieteam leitet. „Viele Kollegen und Schüler unterstützen unsere Aktion und haben sich tatsächlich grün gekleidet. Ob wir heute tatsächlich Strom gespart haben, werden wir allerdings erst morgen wissen, wenn wir den Verbrauch des Tages kennen", erklärte die Lehrerin. Dieser Wert werde mit dem eines vergleichbaren Tages gemessen.

„An drei Sommertagen verbraucht das Lise-Meitner-Gymnasium so viel Strom wie eine durchschnittliche Familie im ganzen Jahr. Das ist eine ganze Menge”, erklärte Lehrerin Antje Scuffil. Deshalb habe sich das Energieteam im Rahmen des energieLux-Projektes überlegt den „Grünen Tag” zu organisieren. Die Stadt Leverkusen gebe jedes Jahr rund fünf Millionen Euro aus, um Schulen und Kindergärten mit Strom und Heizwärme zu versorgen, erklärte Britta Demmer, vom NaturGut Ophoven. Sie organisiert an rund 40 Schulen und Kindergärten das städtische energieLux-Projekt. „Ziel dieses Projekts ist es, Kinder und Jugendliche an das Thema Energie und Klimaschutz heranzuführen und durch Verhaltensänderung den Energieverbrauch zu senken”. Ähnliche Projekte in anderen Städten haben gezeigt, dass der Energieverbrauch durch solche Initiativen um mehr als zehn Prozent reduziert werden kann.

Aktionstag „Umweltfreundlicher Schulweg“ ein voller Erfolg

Bernadett Pilot und ihr Kollege Sebastian Szydlowski sind die ersten, die ihr Fahrrad vor dem Eingang der Pestalozzi-Schule parken. 45 Minuten haben die beiden Lehrer mit dem Fahrrad von der Kölner Südstadt bis in die Hermann– von-Heimholtzstraße nach Leverkusen Wiesdorf gebraucht. „Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern macht auch Spaß“, berichtet Bernadett Pilot.


Peter Schütterle, Konrektor der Pestalozzie-Schule ist beeindruckt über die Kondition und das Engagement der Kollegen. Er hatte gemeinsam mit dem energieLux-Team der Schule alle Mitschüler und Lehrer aufgefordert am Freitag, den 21.6., zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen – dem Klima zu Liebe. Den „Autofreien Aktionstag“ hatten sie mit Plakaten, Durchsagen und auf der Homepage beworben.

Nach und nach füllt sich der Fahrradständer. Die beiden 16jährigen, Mert und Yannick, sind mit ihren Mountainbikes gekommen. „Normalerweise fahre ich mit dem Motorroller und Yannick wird von seiner Mutter mit dem Auto gebracht“, erklärt Mert. Die Aktion fände er cool, besonders weil alle mitmachen. Auch die 11jährige Laura findet den autofreien Tag prima. „Das sollten wir immer machen, dann wird die Luft nicht so verpestet.“ Sie fährt jeden Tag mit dem Bus zur Schule. „Jede Strecke, die wir mit dem Bus, Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen und nicht mit dem Auto, hilft CO2 einzusparen“, weiß sie.

Bei Schulbeginn um 8.15 Uhr zieht Peter Schütterle Bilanz: „Ich bin begeistert, dass so viele am Aktionstag teilnehmen und vor allem auch wissen, warum sie es tun. Ich schätze, dass fast 90 Prozent der Schüler und Lehrer heute unmotorisiert in die Schule gekommen sind.“ Natürlich käme etwas mehr als die Hälfte ohnehin zu Fuß oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, aber die Aktion habe gezeigt, dass das Thema diskutiert und verstanden worden ist.

Fahrradfahren werde an der Pestalozzi-Schule ohnehin großgeschrieben, so Schütterle. Sein Kollege Harry Smoilis leite seit einem Jahr einen Kurs, bei dem Schüler und Schülerinnen zum Fahrradmonteur ausgebildet werden. „Die Mitschüler können selbstverständlich den Reparaturservice des Kurses kostenlos in Anspruch zu nehmen“, erklärt Smoilis. An dem Berufsqualifizierungskurs nehmen nicht nur Schüler der Pestalozzischule teil, sondern auch von der Rat-Deycks- und der Comenius-Schule. Bessere Voraussetzungen für einen klimafreundlichen Schulweg gebe es kaum, so Smoilis.

Schüler der Grundschule Herzogstraße verzichten eine Woche auf Fleisch

Kartoffelragout, frisches Grillgemüse mit Fladenbrot und Kräuterquark aus der Region oder Reibekuchenauflauf mit Dip: die Kinder der Grundschule Herzogstraße freuen sich auf die vegetarische Woche in ihrer Schule (17.6.-21.6.), denn sie haben mitbestimmt, was es zu essen gibt.

Im Rahmen des energieLux-Projekts hat das Energiesprecher-Team gemeinsam mit Lehrerin Susanne Ben Hicham und Ganztagsleitung Kirsten Krus eine vegetarische Woche an der Grundschule geplant, um darauf aufmerksam zu machen, dass unsere Ernährung viel mit dem Klimaschutz zu tun hat. „Außerdem haben wir die Eltern aufgerufen uns zu unterstützen, indem sie den Kindern in dieser Woche ein vegetarisches Pausenbrot mit in die Schule geben“, erklärt Susanne Ben Hicham.

Vegetarisch – dem Klima und der Umwelt zuliebe
„Weniger Fleisch zu konsumieren, bedeutet aktiv zum Klimaschutz beizutragen“, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Denn fast ein Fünftel aller Treibhausgasemissionen sei auf unsere Ernährung zurückzuführen und der größte Teil mache die Produktion von Fleisch aus. Durch die landwirtschaftliche Tierhaltung werde Methan, Kohlenstoffdioxid und Stickstoffoxide freigesetzt – Gase, die zum Klimawandel beitragen.

Für das Klima sei außerdem schädlich, dass weltweit immer mehr Waldflächen wie der Amazonas für Weideflächen und den Anbau von Futtermittel zerstört werden, ergänzt die Organisatorin des energieLux-Projektes. Bereits knapp ein Drittel der weltweiten Wildtierreservate wurden durch die Tierzucht verdrängt.

Fleisch ist Lebensmittelverschwender Nr. 1
Futtermittel wie Getreide, Soja und Mais gelangen erst über den "Umweg Tier" zum Menschen. „Jedes dritte Korn, das auf der Welt geerntet wird, landet in einem Tiermagen“, erklärt Walter Schultze, Ehrenamtlicher Mitarbeiter des NaturGuts Ophoven. Dabei nutze das Tier den Großteil der Nahrungsenergie um seine eigenen Lebensvorgänge aufrechtzuerhalten und nur ein kleiner Teil von etwa fünf bis 18 Prozent bleibt am Ende dieses Prozesses für die menschliche Ernährung und lande später als Schnitzel auf unserem Teller. „Ein Steak von 225 Gramm enthält so viel Pflanzenenergie, wie 40 Kinder zum Überleben für einen Tag brauchen würden“, so Schultze.

Außerdem sei zu viel Fleisch gar nicht so gesund. „In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch bei über 1,2 Kilogramm pro Woche“, so Britta Demmer. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehle maximal 300-600 Gramm Fleisch pro Woche, weil übermäßiger Fleischkonsum zu Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs führen kann.

In der Grundschule Herzogstraße wird jeden Mittag ein vegetarisches Gericht angeboten und mehrfach die Woche ganz auf Fleisch verzichtet. „Mit der Veggi-Woche will das energieLux-Team das Thema noch einmal ins Bewusstsein bringen“, so Susanne Ben Hicham. Aber nicht nur die Grundschule Herzogstraße, auch für alle städtischen Kindergärten ist das Thema Klimaschutz und Ernährung wichtig. Denn sie nehmen an der Leverkusener Veggi-Kampagne teil und werden jeden Donnerstag von ihrem Caterer mit leckeren vegetarischen Menüs versorgt.

Klimaschutz-Projektwoche in der GGS Morsbroicher Straße

Mode aus Recycling-Papier, Kunstwerke aus Plastikmüll, Elektro-Quiz oder Kochen aus der Region: Die Schülerinnen und Schüler der GGS Morsbroicher Straße in Schlebusch konnten in ihrer Projektwoche (10.-14. Juni 2013) zwischen zahlreichen spannenden Aktionsgruppen wählen. Die Kinder der 1. und 2. Klasse bastelten und forschten zusammen und auch die Jungen und Mädchen der 3. und 4. Klasse arbeiten gemeinsam.

"Die Kinder sind mit großem Eifer bei der Arbeit und das Thema ist ihnen wichtig", erklärt Schulleiterin Klumpe-Engelmann bei einer Führung durch die Gruppen.  Auch engagierte Eltern konnten gefunden werden, die mit viel Fantasie eigene Workshops leiten, wie Designerin Frau Dick-Randerath. Sie bastelt mit den Kindern Kleider, Röcke und Hüte aus Papier. Bei der Präsentation am Freitag werden die Jungen und Mädchen ihre Modelle während eines Catwalks vorstellen. Kati und Mara haben ihre schulterfreien Abendkleider aus rosa Pappe mit weißen Papierblüten, Bändern und blauen Palletten verziert. Jetzt kreieren sie noch einen passenden Hut dazu.

Auch in der Nachbargruppe wird mit Schere und Pappe gearbeitet: Jeweils zu zweit basteln die Schülerinnen und Schüler ein elektronisches Energiequiz. In einem mit Sonne oder Windmühlen verzierten Schuhkarton haben die Jungen und Mädchen ein verkabeltes Blatt Papier geklebt, auf dem Energiefragen gedruckt sind. Neben den Fragen steht eine richtige und eine falsche Antwort. Berührt der Spieler mit einem Draht den Knopf mit der richtigen Antwort, leuchtet eine kleine Glühbirne auf. Es gibt verschiedenen Modelle, das Prinzip mit Batterie, Glühlampe und jeder Menge Drähte ist das Gleiche."Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht", garantiert ein eifriger Schüler.

Falls interessierte Schulen eine Projektwoche zum Thema Klimaschutz und Energiesparen planen, können diese sich mit der Schulleitung Frau Klumpe-Engelmann, 208(at)schulen-lev.de, in Verbindung setzten. Auch die KGS Thomas-Morus hat vor Kurzem eine Projektwoche mit einem spannenden und lehrreichen Programm durchgeführt. Infos erteilt Schulleiter Frank Wahl, 206(at)schulen-lev.de.

 

GLS-Schüler verschenkten Lokomotiven-Plätzchen an Bahnfahrer

05.06.2013: Viele der zahlreichen Fahrgäste der Bahn, die in Leverkusen Mitte ihre Reise antraten, staunten nicht schlecht als sie am Mittwoch, 05. Juni, von den Schülern der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch kleine Tütchen geschenkt bekommen haben. Inhalt der kompostierbaren Bio-Plastiktüten waren leckere Plätzen in Form von Lokomotiven, die von den Schülern anlässlich des Weltumwelttages gebacken wurden.



„Jede Strecke, die statt mit dem Auto mit Bus und Bahn zurückgelegt werden, hilft dabei CO2-Emissionen einzusparen. Wenn ein Autofahrer mit einem Mittelklassebenziner (Euro-4-Norm) von Berlin nach München fährt, setzt er fast fünfmal so viele Klimagase frei, wie ein Bahnfahrer“, erklärte Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Wir wollen am Weltumwelttag ein Zeichen setzten und uns bei den Menschen bedanken, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen und auf das Auto verzichten“, erklärte die 14-jährige Sophie ihr Engagement. Die Schülerin gehört zum 14-köpfigen energieLux-Team der Gesamtschule Schlebusch.

Die Gesamtschule Schlebusch ist eine von 25 Leverkusener Schulen, die an dem städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teilnimmt. Ziel des Projekts ist es, an der Schule Energie zu sparen, um zum Klimaschutz beizutragen, aber auch mit Aktionen zur klimafreundlichen Mobilität, Ernährung oder zum nachhaltigen Konsum für den bewussten Umgang mit unseren Ressourcen zu werben. „Im neuen Schuljahr wird das energieLux-Team einen Tag der Mobilität veranstalten, an dem alle Lehrer und Schüler mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule kommen sollen“, erklärte Lehrer Monté Monté, der das Projekt an der Schule leitet.

„Aus Bequemlichkeit nutzen wir alle viel zu oft das Auto anstatt uns klimafreundlich fortzubewegen“, ergänzte Sophie, die das „Mama-Taxi“ nur selten in Anspruch nimmt und meist mit Fahrrad, Roller oder Rollerskates unterwegs ist. Die Bahnfahrer freuten sich über das Engagement der Schüler. Sie konnten sich die Wartezeit mit dem Vernaschen der leckeren Plätzchen versüßen.

Neuregelung der Lüftungsmöglichkeiten und Fenstersicherungen in den Klassen- und Gruppenräumen

Im Rahmen des energieLux-Projektes hat das NaturGut Ophoven Schulen und Kindergärten angeleitet, Ressourcen zu sparen. Dazu gehörte der bewusste Umgang mit Lichtenergie und Strom, aber auch das richtige Lüften. Nach dem „Leitfaden für Innenraumhygiene in Schulgebäuden“ des Umweltbundesamtes sollen beispielsweise in Schulen vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen (insbesondere Fünf-Minuten-Pause) alle Fenster über die gesamte Pausenzeit weit geöffnet (Stoßlüftung, Querlüftung) werden. Empfohlen wird auch, dass während des Unterrichts 1 - 2 Mal kurz eine Stoßlüftung durchgeführt wird. Ähnliches gilt für Gruppenräume in Kindergärten.

An einigen Schulen ist das jedoch nicht möglich, da die Fenster aufgrund von Öffnungsbegrenzern nicht weit genug geöffnet werden können. Diese dienen der Sicherheit und schützen die Kinder vor Verletzungen und Stürzen, behindert aber die Frischluftzufuhr. Deshalb hat die Gebäudewirtschaft in Kooperation mit dem Sicherheitstechnischen Dienst folgende Lösung gefunden:


1.    Bei Neubauten und Sanierungen werden die Fensterflügel mit Öffnungsbegrenzern versehen, die auf- und abschließbar sind. D.h. in Lüftungsphasen können sie vom Lehrer komplett geöffnet werden. Die Bestuhlung des Klassenraums sollte so gewählt werden, dass die Kinder sich nicht an dem geöffneten Fensterflügel verletzen. Der Lehrer sollte die Lüftungsphase beaufsichtigen.


2.    Fensterflügel an den Raumenden benötigen keine Öffnungsbegrenzer, sofern sie zur Wand geöffnet werden und nicht von den Kindern hinterlaufen werden können. Diese Fenster brauchen/sollen nicht mit einem Schlüssel verschlossen werden.


Schulen und Kindergärten, die zurzeit über keine mittels Schlüssel zu öffnenden Begrenzer oder Sperrelemente an ihren Fenstern verfügen, sollten sich bei der Gebäudewirtschaft melden, Kontakt: nina.kuepers[ätt]stadt.leverkusen.de. Eine sukzessive Umrüstung zur Optimierung der Lüftungssituation wird angestrebt.


In Klassenräumen mit Fenstern, deren Brüstungshöhe zu gering ist oder kleinen Räumen, in denen komplett geöffnete Fenster die Fortsetzung des Unterrichts behindern, sollte durch eine längere Querlüftung für eine ausreichende Frischluftzufuhr gesorgt werden. Eine bauliche Änderung der Brüstungshöhe ist aus Kostengründen nicht möglich.


In der Anweisung für eine „Sichere Fensterlüftung“ des Sicherheitstechnischen Dienstes können Sie die vollständigen Bestimmung zu Sicherheit und Raumhygiene an Leverkusener Schulen nachlesen.


Welche Bedeutung der CO2-Gehalt der Raumluft in den Klassenzimmern auf die Gesundheit und die Unterrichtsqualität hat, haben wir in zwei Infoblättern zusammengefasst.

Informationen zum Lüften in Schulen

Informationen zum Lüften in Kindertagesstätten



Energiewerkstatt in der KiTa Werner-Heisenberg-Straße

14.05.2013: Den Strom für das Radio produzieren die Vorschulkinder der KiTa Werner-Heisenbergstraße heute selbst. Sie treten einfach kräftig in die Pedale. Britta Demmer vom NaturGut Ophoven hat ein präpariertes Dreirad mitgebracht, dass auf einem Brett montiert ist und über ein Dynamo das Radio mit Energie versorgt.

Bewegungsenergie ist heute das Thema der Lernwerkstatt in der KiTA Werner-Heisenberg. Im Nebenraum werden Windmühlen aus Papier gebastelt und erklärt wie "richtige" Windmühlen früher Korn gemalt haben.

Einmal die Woche besucht Erzieherin Cornelia Heinrich mit den Vorschulkindern das benachbarte Gymnasium. Eine Lehrerin der Werner-Heisenberg-Schule und Schüler der Mittelstufe erklären den Kleinen dort einfache naturwissenschaftliche Phänomäne. Im Rahmen des energieLux-Projektes experimentieren sie zur Zeit mit den Kindern zum Thema Energie.

Das Radiodreirad, das auch eine Solarzelle besitzt und über Sonneneinstrahlung aktiviert werden kann., kann beim NaturGut Ophoven kostenfrei ausgeliehen werden. Kontakt: britta.demmer(at)naturgut-ophoven.de.

Projektwoche "Energie und Klimaschutz" an der KGS Thomas-Morus


27.04.2013: "Die Projektwoche  hat ganz prima geklappt und den Kinder viel Spaß gemacht", so Frank Wahl, Schulleiter der KGS Thomas-Morus. Vom 22. bis 27. April haben die Schülerinnen und Schüler täglich drei Stunden lang zu den Themen Klimaschutz und Energie experimentiert, gebastelt, gemalt und geforscht. Am letzten Tag wurden die Ergebnisse allen Mitschülern, Lehrern und Eltern präsentiert.

"Licht im Schuhkarton", "Welche Kräfte hat der Wind?", "Her mit der Kohle!" oder "Papier, ein Zauberstoff" hießen die fantasievollen Module, an denen die Kinder teilnehmen konnten. Jedes musste sich im Vorfeld auf eines der 15 verschiedenen Themen, die angeboten wurden, festlegen. Die Gruppen arbeiteten jahrgangsübergreifend. Rund 30 Eltern unterstützen tageweise die Aktionen.

Bilder der Aktion können in der Galerie angesehen werden.

We want your...mobile! RAS Schüler sammeln alte Handys für den Klimaschutz

01.04.2013: Ein Handy hat eine Lebenszeit von nur 18 Monaten. Ungefähr 120 Millionen ausgediente „Schlafhandys“ liegen in deutschen Haushalten ungenutzt herum. So kommen allein durch Handys jährlich ca. 5000 Tonnen Elektronikschrott zusammen, die die Umwelt bei nicht sachgerechter Entsorgung belasten. Das E-Team der Realschule am Stadtpark hat sich mit der Problematik auseinandergesetzt und entschieden eine Klimaaktion zu dem Thema an ihrer Schule zu organisieren.

Die Schüler bastelten Handyboxen, die sie in der Schule aufstellten und Poster, die ihre Aktion erklärten. Aber das war längst nicht alles: Sie starteten eine umfangreiche Werbekampagne. Mindestens acht Mal sollten Lehrer und Schüler auf unterschiedliche Weise mit dem Thema konfrontiert werden. Als erstes fertigten sie einen Brief für die Lehrer an, die in jeder Klasse vorgelesen werden sollten, die Aktion wurde anschließend über die Lautsprecheranlage der Schule verkündet. Eine zweiteilige Posteraktion (siehe Bild Mitte) "We want ..." und "...your old mobile phones" folgte sowie eine Webzeitung. Danach wurden kopierte Flyer verteilt und eine Auftaktaktion organisiert, bei der auch Direktor Wirsing sein altes Handy medienwirksam in die Box steckte.

"Die Werbeaktion war ziemlich erfolgreich. Jeder wusste von der Handyaktion, aber die Ausbeute am Anfang war nicht groß", so Imke Priegnitz, E-Team-Lehrerin am RAS. Die wenigsten sind bereit sich von ihren alten Schätzechen zu trennen, Entschuldigungen wie: "Ich brauche meine alten Handys, falls mein neues kaputt geht" oder "Beim dm-Markt kann man die auch abgeben, und dann bekommt man Geld" (Nach einer Anfrage bei dm wurde klar, dass das ein Irrtum ist). Viele gaben an bei Ebay oder beim Handyhändler noch 10 Euro dafür zu bekommen.

Das E-Team der RAS will am Ball bleiben und die Aktion mit weiteren Maßnahmen befeuern. "Dazu würde sich beispielsweise ein Klassenwettbewerb eignen: Die Klasse, die die meisten Handys innerhalb eines gewissen Zeitraums sammelt, erhält einen kostenlosen Ausflug auf das NaturGut Ophoven", schlägt Britta Demmer, Organisatorin des energieLux Projektes vor. Um mehr Hintergrund zu dem Thema "Handys und Klimaschutz" zu vermitteln, könne auch der zweistündige Kurs "Ohne mein Handy gehe ich nirgentwo hin" für die Klassen 5-8 der energieLux Schulen kostenlos gebucht werden. Die Referenten des NaturGuts kommen nach Absprache in die Klassen.

In einer weiteren Werbemaßnahme könnte man auf einen guten Zweck der Sammelmaßnahme aufmerksam machen. Es besteht die Möglichkeit, die alten Handys für ein Gorilla-Schutzprojekt im Kongo dem Kölner Zoo zu spenden. Was haben Handys mit Gorillas zu tun? In Handys ist ein Metall verbaut, das aus Coltan gewonnen wird, einem wertvollen Rohstoff, der im Kongo abgebaut wird. Durch den Handyboom in den Industrienationen ist die Nachfrage nach Coltan rasant gestiegen, für den Abbau wird immer mehr Urwald zuerstört, in dem Gorillas leben.

Durch das Recyceln von Handys und anderen mikroelektonischen Geräten profitieren die Gorillas gleich zweifach: der Druck auf den natürlichen Lebensraum lässt nach und für jedes Handy wird ein Betrag für ein Gorilla-Schutzprojekt gutgeschrieben. Die Handys können ganz einfach am Zoo abgegeben oder versandkostenfrei verschickt werden. Weitere Infos zum Projekt: www.koelnerzoo.de/zoo-aktuell/neuigkeiten/handys-fuer-gorillas/

Das energieLux Team ist gespannt wie die Sammelaktion ausgeht.

E-Teams malen für die Ausstelllung "Energie" im Schloss Morsbroich

28.04.2013: Kreativ und farbenfroh setzten sich die Grundschule Herzogstraße und die Thomas-Morus-Grundschule sowie die Kindergärten Hans-Schlehahn-Straße und Lippe mit dem Thema Energie auseinander. Mit Hilfe des Malateliers "Kunstraum" aus Leverkusen brachten die Kinder Windmühlen, Blitze, Vulkane und vieles mehr auf die Leinwand. Ulrike Harter und ihre Kolleginnen hatten die E-Teams der Einrichtungen eingeladen gemeinsam mit ihnen zu malen. Sie brachten Leinwände und Farben mit in die Einrichtungen.

"Ideen kamen den Kindern von ganz alleine", so die Organisatorin. Die Bilder konnten die Kinder allerdings nicht selber behalten. Sie waren für einen guten Zweck bestimmt. Während der Ausstellung "Energie" am 23.4.2013 im Schloss Morsbroich in Leverkusen konnten die kleinen Kunstwerke mit ein wenig Glück gewonnen werden. 400 Euro sind bei der Verlosung zusammengekommen, die dem Verein "Hilfe tut Not" gespendet wurden.

 

 

 

Workshops für E-Teams: Wie plane ich eine Klimaaktion?

18.02.2013: Pulloverwoche, Tag der Mobilität, Spielzeugbörse, einen Tag ohne Kopien – die Schüler und Schülerinnen der Leverkusener Schulen hatten unendliche viele Ideen, welche Aktionen möglich sind, um auf das Energiesparen und den Ressourcenschutz an der Schule aufmerksam zu machen.



In drei Stunden erführen sie, wie eine Aktion professionell geplant wird und wie mit Hilfe der richtigen Werbung möglichst viele Mitschüler, Lehrer und Eltern eingebunden bzw. informiert werden. Jede Schule nahm sich ein Projekt vor, dass sie in den nächsten Monaten umsetzten will.

Damit das energieLux-Projekt lebendig bleibt – auch wenn die Energiekosten-intensive Zeit vorbei ist – sollen von den E-Teams Aktionen zum Thema Energiesparen, aber auch Klimaschutz und Mobilität, Konsum oder Ernährung durchgeführt werden.

 

Merkzettel für Grundschulen und Sekundarstufe


Grundschule:

Ideen: Energiespar- und Klimaschutzaktionen

Leitfaden Projektplanung

Projektskizze

Werbung


Sekudarstufe:

Ideen: Energiespar- und Klimaschutzaktionen

Projektskizze

Maßnahmenplan

Zeitplan

Werbung

Power-Klauern auf der Spur - Energierundgang im Kindergarten Lippe

13.02.2013: Mit Energiesparmessgerät und Luxmeter haben die Vorschulkinder im energieLux-Kindergärten Lippe einen Energierundgang durchgeführt: Stromschlucker wie Wasserkocher und Mikrowelle haben die Kinder schnell entlarvt

und Energielecks wie brennende Lampen in ungenutzten Toilettenräumen konnten schnell behoben werden. Ein Bewegungsmelder im Waschraum wäre wünschenswert, so die Kinderartenleitung. Außerdem wünscht sich Gabi Häbel-Wurth für die WCs eine Wasserstopptaste und das mal jemand nach den Fenstern und der Balkontüre schaut, denn an manchen Stellen ziehe es durch die Ritzen. Kleine Mängel, die der technische Dienst der Stadt Leverkusen kurzfristig beheben will.

In fast allen energieLux Kindergärten sind Rundgänge mit Energiespargerät und Luxmeter durchgeführt worden. Lichtstärke und Temperatur in den Gruppenräumen und Fluren waren in fast allen Kindergärten optimal eingestellt. Kleinere Mängel wie die Optimierung von Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern werden von den Technikern der Gebäudewirtschaft behoben. Schulen- und Kindergärten, die noch Hilfe beim Energiegundgang brauchen, sollen sich melden, 02171/73499-44.

Mittagessen vom Feuer. Ein Tag ohne Strom in der KITA Nobelstraße

01.02.2013: Trotz winterlichen Temperaturen hat die KITA Nobelstraße einen „Tag ohne Strom“ durchgeführt. Draußen im Hof wurde auf einem großen Feuer gekocht und Spülwasser heiß gemacht. Auf die Toilette mussten die Kinder mit der Taschenlampe gehen.

 

„Den Kindern hat das Experiment prima gefallen“, erklärt die Leiterin Gabriele Moras. Außerdem wurde ihnen bewusst wie sehr die Energie unseren Alltag bestimmt. Natürlich wurden im Vorfeld die Eltern der Kinder informiert und auch die Jungen und Mädchen auf die Aktion vorbereitet.

Tipps und Anregungen für die Vorbereitungen auf einen "Tag ohne Strom" erhalten Sie bei Britta Demmer, 02171/73499-44.

energieLux-Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher

10.01.2013: Mitarbeiter von allen energieLux-Kindergärten kamen im Januar zu der Fortbildung „Aktionen und Projekte zum Energiesparen und Klimaschutz in Kindergärten“  auf das NaturGut. Eine große Hilfestellung gibt das  Buch „Ein Königreich für die Zukunft. Energie erleben durch das Kindergartenjahr“, das von NaturGut Ophoven herausgegeben wurde. Aber auch viele weitere erprobte Aktionen wurden an diesem Nachmittag vorgestellt, zum Beispiel Energierundgänge, ein Tag ohne Strom, das Klimafrühstück oder die Spielzeugbörse.

Materialien der Fortbildung:

Aktionen zum Klimaschutz

Leitfaden Einführung Energie

Remigius-Schüler sind den Energielecks auf der Spur

38 städtische Schulen und Kindergärten machen mit beim Energiesparprojekt „energieLux“

19.11.2012: Sie reden nicht, sie handeln: 32 Kinder der Remigius-Grundschule haben sich am Montag mit Hausmeisterin Frauke Bergerhoff und Klimalehrerin Sabrina Schießer-Luxem getroffen und bei einem Energierundgang einmal ganz genau hingeschaut, wo die Wärme aus dem Schulhaus entweicht und wo Strom verschwendet wird.  Die Remigius-Grundschule nimmt wie 22 weitere städtische Schulen und 15 Kindergärten an dem Projekt „energieLux – Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ teil, das die Stadt Leverkusen vor den Sommerferien ins Leben gerufen hat.

Gemeinsam mit der Hausmeisterin prüften die Schülerinnen und Schüler die Temperaturen im Flur, im Lehrerzimmer und den Toiletten, kontrollierten die Fenster und suchten nach Stromfressern im Schulhaus. Bei ihrem Rundgang entdeckten sie, dass die Lehrertoilette mit 22,5 Grad viel zu warm war, eine Menge Fenster des Schulgebäudes auf Kipp standen und die Heizkörper im obersten Stock nicht richtig funktionierten. „Das hat ganz schön gezischt als die Hausmeisterin die Luft aus der Heizung gelassen hat“, erinnerte sich die siebenjährige Joana Melina aus der zweiten Klasse bei der Abschlussbesprechung im Klassenraum. „Den Kindern macht es sehr viel Spaß mit Energiesparmesser, Luxmeter oder Thermometer zu messen“, berichtete Klimalehrerin Sabrina Schießer-Luxem. Die Kinder seien sehr interessiert daran, zum Umweltschutz beizutragen.

„Ziel des Projekts ist es, Schüler und Lehrer für einen bewussten Umgang mit Energie zu sensibilisieren“, erklärte Britta Demmer von NaturGut Ophoven, die das energieLux-Projekt leitet. Drei Jahre lang werden die Einrichtungen deshalb mit Beratung, Fortbildungen, Lehrmaterial und Klimakursen von dem Umweltbildungszentrum unterstützt. Über 600 Schülerinnen und Schüler wurden in den vergangenen Wochen auf dem NaturGut bereits zu Energiesprechern ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, in den Klassen darauf zu achten, richtig zu lüften, das Licht beim Verlassen des Klassenraums auszuschalten und die Fenster zu schließen. So genannte E-Teams an der Schule organisieren außerdem Energierundgänge, Temperaturmesswochen oder Aktionen wie den „Tag ohne Strom“. „Bereits kleine Verhaltensänderungen wie der aufmerksame Umgang mit der Heizung, der Beleuchtung und EDV-Geräten sowie ein sinnvolles Lüften können dazu führen, dass viel Energie gespart und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird“, erklärte Britta Demmer.


Bei dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten Projekt soll aber nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch der Haushalt der Stadt Leverkusen entlastet werden. Rund fünf Millionen Euro gibt die Kommune jährlich aus, um Schulen und Kindergärten in Leverkusen mit Wärme und Strom zu versorgen. Erfahrungen aus anderen Städten haben ergeben, dass Energiesparprojekte die Kosten um zehn bis 20 Prozent reduzieren konnten. Ein Teil der Einsparungen soll an die Schulen und Kindergärten zurückfließen.

Weitere Schulen und Kindergärten, die an dem Projekt teilnehmen wollen, können sich bei Britta Demmer melden: britta.demmer(at)naturgut-ophoven.de

Alle Infos und Materialien zum energieLux-Projekt gibt es im Download-Portal.

Energiesprecher an weiterführenden Schulen werden geschult

14.11.2012: Zwischen Herbst- und Winterferien werden über 400 Schüler an weiterführenden Schulen zu Energiesprechern ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, CO2-Einsparpotenziale zu entdecken und zu nutzen, dazu gehört der aufmerksame Umgang mit Beleuchtung, EDV-Geräten und Heizungen sowie ein sinnvolles Lüften. Aber auch Fragen wie: "Wie wird die Lichtstärke gemessen und wieviel kostet ein Computer, wenn er sechs Stunden am Tag läuft?", sollen beantwortet werden, um die Schülerinnen und Schüler für einen sparsamen Umgang mit Energie zu sensibilisieren.

Energiesprecher lernen ihr Handwerk

20.09.2012: 15 Leverkusener Grundschulen schickten ihre Energiesprecher und Stellvertreter zur Fortbildung auf das Naturgut. Über 200 Kinder lernten in der Woche vom 17. bis zum 20. September, wie in der Schule richtig gelüftet wird, Strom gespart werden kann und wie man Energielecks aufdeckt. Drei Stunden dauerte die Veranstaltung, in der viel gespielt und ausprobiert wurde. Bei einem Kraftwerkspiel lernten die Kinder, wie Energie erzeugt wird, mit Luxmeter ausgestattet untersuchten sie die Lichtstärken im Gebäude und mit dem Stromsparmessgerät deckten sie Stromfresser wie alte Kaffemaschinen oder Wasserkocher auf. Auch Schulen, die später einsteigen, erhalten eine Schulung für die Energiesprecher durch das NaturGut Ophoven. Kontakt: britta.demmer[ätt]naturgut-ophoven.de.

Impulsveranstaltung für Erzieher und Lehrer abgeschlossen

6.9.2012: Anfang September wurden in drei Veranstaltungen Erzieherinnen, Lehrerinnen und Lehrer der Grundschulen sowie der weiterführenden Schulen für das energieLux-Projekt geschult. Die Teilnehmer erhielten Materialmappen, die unter Anderem Sticker für den Energierundgang beinhalteten, eine Liste von Energiesparkusen auf dem NaturGut, Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien. Die Klimaerzieher und -lehrer organisieren die Energiesparmaßnahmen in ihren Einrichtungen. Sie erhalten in Form eines Newsletters regelmäßig Tipps und Anregungen zu Energiesparmaßnahmen an anderen Schulen und Einrichtungen.